das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

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Item Nº 1863

Gigantentreffen: iPod 3G 20GB trifft iPod 4G 40GB

Am Wochenende begab es sich, dass ein iPod 3G 20GB (links im Bild) auf einen neuen iPod 4G 40 GB traf. Die Kamera war Zeuge, als der allzeit neugierige Netzbuch-Schreiber den neuen iPod unter die Lupe nahm.

Als erstes fällt der Unterschied in den Bedienelementen ins Auge und ins Fingerchen. Die eleganten Sensortasten des iPods der 3.Generation (3G), deren Bedienung mit einem zarten Fingertipp ohne jegliche Mechanik wirklich sehr elegant ist, wird in der 4. Generation (4G) abgelöst durch das neue glorreiche “Click Wheel”. Offensichtlich hält Apple seine Kundschaft für in haptischen Dingen unbegabte Grobmotoriker, die mit Sensortasten nicht zurecht kommen. Die Mechanik mit einem deutlichen Druckpunkt des Klickrädchen fühlt sich sehr “gewöhnlich” an, in meinen Augen ein klarer Rückschritt.

Ganz übel: Auf dem Bild oben sieht man auf dem iPod 4G (rechts im Bild) deutliche Klebstoffspuren. Diese darf man, gemäß Apples Anleitung, durch Rumfuhrwerken mit Klebeband auf dem Display entfernen. Das ist lachhaft und einem Gerät dieser Preisklasse absolut unwürdig. Nimmt man noch dazu, dass die schöne Detailliebe des 3G, wie bspw. die kleine Plastikabdeckung des Dockports, in der 4. Generation ebenso weggefallen ist wie der Stoffbeutel, die Schutztasche und die Fernbedienung, so ist offensichtlich dass die Preissenkung der neuen Generation mit deutlichen Abstrichen bei der Qualität erkauft wurde. Das zweite Bild zeigt die iPods im Halbdunkel mit eingeschalteter Beleuchtung, auch hier wirkt der 4G (rechts im Bild) deutlich “unedler” als sein Vorgänger mit seinen sehr kühlen beleuchteten Sensortasten.

Aber Optik ist nicht alles, Hauptsache sind ja die “inneren Werte”. Ein Probehören ergab bei “normal” produzierten Stücken keinen hörbaren Unterschied, ältere “Garagenproduktionen” klingen (ohne Equalizer, versteht sich) subjektiv ein wenig “druckvoller”. Bei größeren Sammlungen (mit fast 39 Lenzen hat man halt schon ein bißchen Musik angesammelt) kommt es nicht mehr zu den beim 3G sporadisch auftretenden “Gedenksekunden” beim Wühlen in der Sammlung, da macht sich wohl das neue “Innenleben” des 4G bezahlt. Das letzte Bild zeigt die beiden Geräte von unten, der 4G mit 40 Gig (rechts) ist deutlich dicker als der 3G mit 20 GB, wobei der 4G 20GB 4 Millimeter dünner ist.

Fazit: Der Eindruck vom 4G ist zwiespältig, die Qualität der Verarbeitung (Klebstoffreste!) und das neue “Click Wheel” (ein enttäuschender Rückschritt, einfach “uncool”) wirken “gewöhnlicher” im Vergleich zur Detailliebe und den Sensortasten des 3G. Der erste Eindruck von Klang und Software des 4G überzeugen dagegen. Für den Besitzer eines 3G gibt es aber keinen Grund zum “Upgrade”.

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