das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Item Nº 2621

Verehrte warnstreikende Bahnmitarbeiter in Rummelsburg!

So, Ihr möchtet also eine Beschäftigungsgarantie erreichen, kann man der taz entnehmen. In dem Zusammenhang gibt eine kleine Geschichte:

Am letzten Freitag fuhr ich mit dem ICE gen Berlin. Dummerweise ließ ich in der Ablage mein Notizbuch liegen, was natürlich meine Schuld war. Das merkte ich noch im Ostbahnhof, ein Sprint zum Gleis war aber vergeblich, der Zug rollte gerade heraus. Der freundliche ICE-Chef riet mir, mich an den Service-Point zu wenden, da der ICE nun in Rummelburg einen Service bekommen würde. Gesagt, getan, die Dame am Service-Point rief an, sagte genauestens Bescheid (denn ich wusste ja noch Waggon und Platznummer), und gab mir eine Telefonnummer, bei der ich Samstag Morgen anrufen sollte. Genau das tat ich dann auch, und was war natürlich nicht passiert? Niemand hat das Notizbuch gesucht: »Ich weiß nicht, kann auch nicht nachforschen, bleibt immer viel liegen, keine Zeit alles durch zu gucken, wir haben immer viel zu tun hier.« So also. Verstehe ich, ich bin ja nur der zahlende Kunde.

Darum, verehrtes Bahnpersonal in Rummelsburg, habe ich für Euren Warnstreik nicht einmal ansatzweise Veständnis und bin strikt dagegen. Wer für seinen Job selbst nicht motiviert ist, hat auch keine Beschäftigungsgarantie verdient. Und wer weiß, vielleicht würde der Austausch des Personals dem Kunden motiviertere Kollegen bescheren?

  1. Das finde ich jetzt aber total kleinkarriert, dass Du Deine persönliche Schusseligkeit den lieben Rummelsburger Servicegesellen anlasten möchtest. Du warst doch auch immer so ein Red Flag-Typ. Mensch. Ich hoffe, es war kein Moleskine…. :-)


    andI611    5.10.06    #
  2. wasn hier los? Spam-Filter für alles was Rammelt? :-)


    andI611    5.10.06    #
  3. Sorry, aber…: ziemlich dämlicher Beitrag.


    Nico    5.10.06    #
  4. Vorübergehende Moderation der Kommentare, wie bei den großen und wichtigen Blogs. ;)

    Es war ein Moleskine. Da hätte ja auch die Formel zur Entschärfung einer tickenden Atombombe drin stehen können und die wäre explodiert, nur weil die keinen Bock haben. ;)

    Und diese Scheißegal-Mentalität, die ich bei dem Typ in Rummelsburg herausgehört habe, nehme ich denen persönlich übel. Aber Streiken, das können sie.


    Ralf    5.10.06    #
  5. Brav vorne rein ins Moleskine Daten mitsamt Finderlohnversprechen für den Finder in die vorgegebenen Felder eingetragen? ;)

    Aber ich mein, Betriebsbahnhof Rummelsburg is ja auch ne hässliche Ecke. Dort steigt ja auch kaum wer freiwillig aus.


    Christian    5.10.06    #
  6. Total überzogen Dein Beitrag. Das ist genau diese Mentalität, die ich an so vielen Menschen in diesem Land nicht mag. Ein eigenes Verschulden sollen andere ausbügeln, und wenn diese für Dich als (ausschließlich für die Bahnfahrt) “zahlenden Kunden” nicht gleich springen und wie in diesem Fall den ICE nach Deinem Notizbuch filzen und es auch noch finden, sollen sie sofort entlassen werden.

    Dass Du Dein Büchlein nicht bekommen hast, hat nichts mit fehlender Motivation zu tun, sondern es ist einfach nicht möglich, nach jedem verlorenen Gegenstand zu fahnden. Denn die Rummelsburger ICE-Werkler ( = viel mehr als die eine Person, die vielleicht den Anruf entgegen genommen hat) haben viel zu tun, und zwar rund um die Uhr. Ihnen wegen Deiner Nachlässigkeit das Recht zum Streik abzusprechen ist lächerlich. Ihr Streikgrund ist angesichts der unsicheren Lage des Bahnpersonals hinsichtlich des Börsengangs durchaus verständlich.

    Ich würde sagen: Schalte Deinen Rechtsanwalt ein und verklage alles, was bei der Bahn arbeitet. Wird ja auch gern gemacht in diesem Land. Alternativ: Versuche Deine Wut über Dich selbst und Deine Vergesslichkeit wieder auf Dich zu lenken.


    — Denny    8.10.06    #
  7. Zum einen kann von “filzen” keine Rede sein, da Waggon und Platz bekannt war, zum anderen war der Zugchef der Ansicht, dass das überhaupt kein Problem sei. Und der sollte sich ja auch ein bißchen auskennen. Natürlich nicht so gut wie Denny.

    Und zum ganz anderen kann von “einer Fahrkarte” bei mir keine Rede sein. Von mir, der jedes Jahr, seit Jahren, tausende Kilometer, Euros und viele Stunden bei der Bahn lässt, erwarten die Bahn und ihre Mitarbeiter, dass ich stets Verständnis für Störungen aller Art aufbringe, für das das natürlich überaus bemühte und natürlich niemals an irgendetwas schuldige Personal (es sind immer die Anderen und die Umstände, aber niemals die Bahner, güldene Regel des Bahnverkehrs) natürlich niemals etwas kann. Okay, demnächst mache ich bei solchen Gelegenheiten jedes Mal den Lauten, denn ich habe viel zu tun, rund um die Uhr…


    Ralf    8.10.06    #

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