das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - March 2006

Item Nº 2506

Nackt! Nackt! Alles nackt!

Und am 5. April, da machen wir uns alle nackig im Web! Äh, also, nur die Website, denn am 5. April ist First Annual Naked Day: »That’s right, I’m starting the first annual CSS Naked Day. In the spirit of promoting Web Standards along with good semantic markup and proper hierarchy structures, April 5th will be a day of nakedness for all webmasters to remove their style sheets from their website for one day.« Um den Wert von standardbasiertem Design durch die Abwesenheit von selbigen dem Betrachter mit der Holzhammermethode einzubläuen, entfernen wir alle das CSS von der Website und schreiben einen kleinen Text dazu, den man bei Dustin Diaz finden kann. Also dann, ich will Euch nackt sehen! ;-)

[Via Jens]

Item Nº 2505

Two Gallants

Und der passende Soundtrack für diese finsteren Zeiten.

Ab und an begegnet einem etwas bei den musikalischen Exkursionen in die Weites des Webs, wo einem die Maus aus der Hand fällt und man denkt: »Wahnsinn! Was ist denn das? Haben!«

Wie zum Beispiel das sensationelle Duo Two Gallants. Dahinter verbergen sich Adam Stephens und Tyson Vogel aus San Francisco, benannt nach einer Geschichte aus James Joyce’ Dubliners (gibt es auch zum anhören), die kürzlich ihr Album »What The Toll Tells« vorgelegt haben. Von Jan Wigger in SpOn mit 7/10 und den Worten begrüßt:
»Die Two Gallants, Adam Stephens und Tyson Vogel, [...] vermischen auf ihrer zweiten LP ‘What The Toll Tells’ Delta-Blues, Folk, Punk, Country, urplötzliche Lärm-Ausbrüche und unerhörte Geschichten von Zechtouren, leichten Mädchen und der Flucht vor dem Sheriff. Stephens und Vogel sind Storyteller der uralten Schule, denen der Schmutz an den Stiefeln haftet wie Erinnerungen, die man einfach nicht mehr los wird.«
Erschienen ist die Platte bei Saddle Creek, wo schon Hochkaräter wie Bright Eyes, “Son, Ambulance” oder The Faint ihre musikalische Heimat gefunden haben.

Ebendort gibt es einiges von den beiden zu hören, z.B. das ganze Album als Stream (Vorsicht, danach wollt Ihr es haben!), und auf ihrer eigenen Website ein paar MP3s (besser so ;-)). Unbedingt zu hören ist das sensationelle »Waves Of Grain«. Und nun ist zu eruieren, wo man hier in D zeitnah die Platte her bekommt…

Item Nº 2504

Mitten in Deutschland...

Banlieues nicht nur in Paris. Das ist ein Hammer, oder nicht?

Das Kollegium einer Hauptschule in Berlin-Neukölln fordert die Auflösung der eigenen Schule (via Schockwellenreiter). Weil sie die alltägliche Gewalt nicht mehr in den Griff bekommen. Die Lösung ist: Ab morgen durchsucht die Polizei die Schüler vor dem Unterricht nach Waffen. Der Tagesspiegel orakelt unter dem sachlichen Titel »Jugend trainiert für das Ghetto«: »So siehts also aus: Oben reicht’s nicht zur Elite, unten werden Schulen zum Trainingslager für den Straßenkampf. Mit pädagogischem Willen allein ist dem nicht mehr beizukommen.« Man braucht kein Prophet zu sein: Die Schule wird jetzt mediales Großkampfgebiet, das Unterschichtenfernsehen würde am liebsten Straßenkampf live in die Wohnstuben des sich gruselnden Bürgertums senden. Und in der Politik werden wir die ewig gleichen Reflexhandlungen symbolischer Aktivität sehen. Aber was nun? »There goes the neighbourhood?«

Item Nº 2503

Rudel und Skandal

Lange nicht mehr gemacht, aber ich muss jetzt mal wieder ein bisschen blogosphärisch-selbstreferenziell problematisieren und ein paar Gedanken zu jüngsten Geschehnissen in den Raum werfen. Ich darf das, ist mein Blog. Und ich trage keine Uniform und keine Fahne. Auch als Blogger nicht. Gerade dann!

Jörg-Olaf Schäfers schrieb in Medienrauschen: »Blogs & Rudelbildung«:

»Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Phänomen, das ich gedanklich noch nicht rund bekomme: Die Hang zur Rudelbildung unter Bloggern.
Nach jeder bekannt gewordenen Abmahnung, und damit in letzter Zeit immer häufiger, formiert sich – verständlicherweise – der Widerstand in Klein-Bloggersdorf.
In letzter Zeit immer lauter und aggressiver. Vor allem aber, so mein Eindruck, schon rein grundsätzlich und spätestens mit der zweiten Linkebene lawinenartig und weitgehend losgelöst von einer differenzierten Betrachtung etwaiger Hintergründe.«

Das geht mir auch so, ich bekomme das auch »nicht rund«. Erste Erscheinungen von Größenwahn in der Blogosphäre sind ja bereits zu konstatieren. Wohlgemerkt, es geht um die Form, nicht die Sache. Diese Abmahnerei war und ist stets unappetitlich. Aber Rudel jeder Art sind mir ein Greuel und lösen einen instinktiven Abwehrreflex aus.

Und ich warte auf den ersten Fall, wo sich, gerade in der von Jörg-Olaf so genannten zweiten Linkebene, die Vigilanten der Blogosphäre in irgendeinem halbgar geprüften »Skandal« vor den Karren irgendwelcher Interessen spannen lassen. In den bisherigen Fällen bekamen diejenigen die öffentliche Haue, die sie zweifelsfrei und objektiv auch verdient haben. Aber ob das so bleiben wird?

Überhaupt, der Skandal. Interessante Tatsache, dass einige der deutschen A-Lister erst durch Skandale zu selbigen geworden sind. Und dadurch in eine öffentliche Blogger-Ermittler-Rolle gedrängt werden, der sie in vielerlei Hinsicht nicht gewachsen sind. Die Suche nach dem und die Beschäftigung mit dem Skandal an vorderster Front, auch ohne selbst betroffen zu sein, könnte zum Selbstzweck werden, um den Platz vorne im Rudel zu behalten. Einerseits.

Andererseits: Braucht man nicht den Skandalblogger, um den Bösen das Handwerk zu legen und sie ihrer gerechten öffentlichen Strafe zukommen zu lassen? Heiligt der im Prinzip edle Zweck die unappetitlichen Mittel mit ihren Manifestationen medialen Größenwahns? Die Figur des Skandalbloggers als nützlicher Kämpfer für Normalo-Blogger?

Es wird interessant bleiben! Das ist der Ansatz einer Typologie des Skandalbloggers! Wird Band 2 meiner Großen Weblogkunde...

Item Nº 2502

Elektropapier-Abonnenten da?

Hey, LeserInnen! Ist jemand von Euch Elektropapier-Abonnent einer Zeitung aus Süddeutschland? Den hier bei Heise im ersten Satz erwähnten Artikel würde ich zu gerne lesen…

Item Nº 2501

Finsteres rundes Leder

Schaut Euch das an! Mal wieder unterwegs in den heimatlichen Gefilden des Westens, habe ich tatsächlich jemanden in Köln gefunden, der Fußball spielen kann. ;-)

Aber die Aussicht, dass der »geliebte« Geißbockklub demnächst den Weg in die Liga antritt, in die er gehört, kann für den Fan der Borussia aus Mönchengladbach nur ein schwacher Trost sein in diesen Tagen. Die erneute Auswärtsniederlage, eine 0:3-Packung, ausgerechnet bei den Unsympathen aus dem Pfälzer Wald, lässt es mal wieder hoch hergehen bei der Borussia und Zweifel daran aufkommen, ob der Verein es tatsächlich schafft, mal eine Saison ohne Trainerwechsel durch zu kommen. Die Torfabrik stellt berechtigte Fragen, und die Heimpartie gegen Borussia Dortmund am Wochenende bekommt den Charakter einer schicksalhaften Begegnung. Wie die Kollegen von Seitenwahl gleich wieder das Abstiegsgespenst an die Wand zu malen halte ich trotz allem für übertrieben, dazu ist die Liga insgesamt einfach zu schwach.

Bökelberg in Trümmern

Da ich einmal da war, habe ich auch mal wieder dem guten alten Bökelberg in Gladbach einen Besuch abgestattet, der bis auf eine Ecke nur noch eine Trümmerwüste ist. Und als solche fast schon als Symbol für den derzeitigen Zustand der Borussia taugt…

Item Nº 2500

Nur eine Konsequenz!

Die Konsequenz aus den Ergebnissen der Landtagswahlen liegt auf der Hand, insbesondere, wenn man diese Geschichte und die Tatsache, dass nicht einmal mehr traditionelle ZettelfalterInnen Lust auf Wahlen haben, berücksichtigt: Angela Merkel muss zurücktreten! Jetzt! Noch heute!

Und dieser merkwürdige Typ, der im Fernsehen neuerdings den Vorsitzenden der SPD spielt, gleich mit. Die Große Koalition hat keine Legitimation, da beide Parteien mit der Aussage, dass es keine Große Koalition geben würde, in die Wahl gingen. Sie legt einen Teppich des politischen Desinteresses über das Land, und sie ist das fleischgewordene Monument der politischen Einfalls- und Charakterlosigkeit der beiden großen Parteien.

Item Nº 2499

Hässliche Desktops

Ein schönes Freitags-Thema ;-) wirft Computerwoche-Autor und Blogger Thomas Cloer auf: »Last, but not least ist das ganze Open-Source-Zeug (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel) auch noch immer irgendwie hässlich. Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Programmierer verstehen halt selten was von Eye Candy, und Designer umgekehrt selten was vom Coden. Aber die Community muss irgendwann mal kapieren, dass das sprichwörtliche Auge auch mitisst.« Leute, mal ehrlich: Gibt es etwas hässlicheres als Windows? Von Benutzer-Konsistenz mal ganz zu schweigen. Jeder, der mal in einem hässlichen Dialog voller Reiter den Erweitert-Knopf gedrückt hat, um dann einen neuen Dialog mit hässlichen Tabs und Erweitert-Knöpfen präsentiert zu bekommen, weiss, wovon ich rede. Und dass Thomas ausgerechnet OpenOffice als Beispiel für die Hässlichkeit von Open-Source-Software anführt, ist mehr als unfair, denn das verbreitet in dem Bestreben, DAU-sicher zu sein, mit seiner Windows-95-Optik auf jedem System, egal ob Windows, Linux oder Mac OS X, die übelriechende Aura von Tod, Verderben, Flickwerk, Viren und Datenverlust, die man logischerweise gemeinhin mit Windows assoziiert. Sprich: Es ist so hässlich, weil es so nach Windows aussieht. Darum suchen auch alle auf dem Mac händeringend nach Office-Alternativen.

Und wahrscheinlich hat Thomas noch gar nicht mitbekommen, dass man Linux-Desktops optisch so tunen kann, wie man gerne möchte. Im Gegensatz zu Windows, übrigens…

Item Nº 2498

Riya, oder: Keine Fotos mehr auf Bloggertreffen und Konferenzen

Riya ist die »Schily-Schäuble-Beckstein-Variante« von flickr und Konsorten. Also eine Bilder-Hochlade-Community, die alle Bilder mit Personen drauf einer automatischen Gesichtserkennung unterzieht. Damit der freiwillig selbstgeschaffene Große Bruder auch effektiv funktioniert, fordert das System nach der Registrierung (http://www.riya.com/groundTruth) dazu auf, mal eben 1.000 Bilder aus dem Fotoordner hoch zu laden und die vom System erkannten Gesichter mit Namen zu taggen. Ziel der ganzen Aktion ist es, nach Menschen und Orten und Kombinationen davon zu suchen.

Verblüffend finde ich die Reaktionen, die bisher dazu zu finden sind. Die meisten finden das »cool«. Hat denn niemand mehr auch nur ansatzweise ein Gespür für Datenschutz und Privatsphäre? Wenn das einmal Mainstream ist (im Moment ist es glücklicherweise viel zu viel Arbeit, das System zu trainieren, als dass wir in absehbarer Zeit einen Foto-Big-Brother-2.0 haben würden), muss auf Bloggertreffen und Konferenzen leider gelten: Keine Fotos, bitte. Und es muss Aufgabe der Blogosphäre werden, die (vorwiegend jüngeren) Leute, die allzu naiv mit persönlichen Daten umgehen, ein wenig zu sensibilisieren.

Item Nº 2497

Hallo. Noch da. Suche. Den Skandal.

»Ey, ralle, Du bloggst ja gar nicht mehr richtig.« Stimmt. Mir fehlt einfach der Skandal. Nur Skandal-Bloggen ist der wahre Jakob. Aber ich. Ich muss nur basteln. Einen Trojaner, der das eingebaute Mikrofon eines Notebooks einschaltet und über das Internet aufzeichnet. Hat geklappt, ich konnte das geflüsterte morgendliche Stoßgebet eines deutschen Bloggers Anno 2006 im Angesicht seines E-Mail-Clients aufzeichnen. Höret es:

»Liebes kleines Mailboxlein,
spül’ mir nen Skandal herein!

Über den ich dann fein bloggen kann,
verlinken tut mich jedermann.

Die Firmen,
sie sind alle doof!

Die Journaille,
sie macht mir den Hof!

“A-List-Blogger” bin ich fortan,
gebe stets die Meinung an!

“Skandal, Skandal”, geht das Geschrei!
Klar, ich bin immer mit dabei!

Denn gar wichtig ist mein Kommentar,
für die schulterklopfende Bloggerschar.

Mit den wichtigen Blogger-Bekannten,
mach’ ich aus jeder Mücke ‘nen Elefanten.

Drum, ach, mein liebes Mailboxlein,
spül’ mir nen Skandal herein!«

Item Nº 2496

Der Freund aus Leder ist betrübt

Sich für Fußball zu interessieren, ist derzeit kein Spaß. Alles wird thematisiert, nur nicht das, worum es eigentlich gehen sollte: Das Spiel auf dem Rasen. Das liegt an der Armada der Geschäftemacher und Egomanen, die sich rund um den Fußball tummeln. Und an der dämlichen Wetterei, die sowieso durchgehend verboten gehört, man sieht ja, wo das hinführt.

Was haben wir denn da alles? Noch einen Wettskandal, der Bayern-Arzt und die Nanoteilchen. Nanogröße haben auch ihre Eier, wie der Nationaltorwart Olli K. immer so schön sagt, wenn sie international auf dem Platz stehen. Desaster ist das Wort der Stunde, wenn es um deutschen Fußball geht. Der FIFA-Oberdiktator Blatter möchte, ganz in der Tradition römischer Imperatoren, deren Sitze im Kolosseum aus Marmor waren (im Gegensatz zu jenen aus Stein und Holz des gewöhnlicheren Volkes), neue eigene Sessel exakt auf Höhe der Mittellinie in den WM-Stadien für sich und seine Fußball-Junta aufgebaut haben. Man bekommt groteske Regularien auf das Auge gedrückt, wenn man nur eine WM-Karte verkaufen möchte. Aber dieses unser Land und seine publicitygeile Brut von Polit-Hinterbänklern hat nur ein Problem: Klinsmann muss in Deutschland wohnen. Die FIFA schnappt sich den öffentlichen Raum wie eine Kolonialmacht, aber das Problem, worum sich die politische Klasse Gedanken macht, ist Klinsmanns Wohnort. Nicht zu fassen, der Verstand hat keine Heimat mehr in Deutschlands Öffentlichkeit.

Was das alles noch mit Fußball zu tun hat? Nichts, gar nichts.

Und um mal zum Ball zu kommen: Ich erwarte heute drei Punkte aus Mainz! Noch stets gilt, trotz aller oben aufgeführte Dinge: Die Wahrheit liegt einzig allein auf dem Rasen. Und mein Freund ist aus Leder…

Item Nº 2495

Tumblen beim P.K.K.

Nach der Erkenntnis, auf halbgare Rails-Skripte zu verzichten, wurde der Editor angeworfen und ein Tumblelog mit SQLite und good old PHP geschrieben. Ich wollte sowieso schon immer mal SQLite mal in einer real world application testen. Und es wurden gleich zwei Damen mit Hang zum Tumblen dienstverpflichtet, und das Resultat, meine Damen und Herren: P.K.K. – Purzel-Kollektiv Kübelreiter.

Und übrigens, Herrschaften: Wenn man sich berühmte Tumblelogs anschaut kann man nicht ernsthaft behaupten, ein Tumblelog wäre eine Linkspalte im Weblog. Wir müssen schon ernsthaft distinguieren in der Weblog-Wissenschaft, sonst wird das nix mit der zwölfbändigen »Kleinen Weblogkunde«... ;-)

Item Nº 2494

Kaiser Chiefs

Kaiser Chiefs
In Frankfurt auf der Bühne. Präziser gesagt, in Neu-Isenburg. Ein gräßlicher Ort, übrigens. Das Konzert war gut, es rockte!
[Moblogged von leralle (Original-URL)]

Item Nº 2493

We Are Scientists

We Are Scientists In Frankfurt. Gleich kommen die Kaiser Chiefs :-)

[Moblogged von leralle (Original-URL)]

Item Nº 2492

Erkenntnis des Wochenendes

Die Tendenz zur Veröffentlichung eines halbgaren Gefrickels als funktionierendes Softwarepaket ist nicht das Privileg von PHP. Ich ärgere mich ordentlich, nicht flugs gleich selbst eine Tumblelog-Software gebastelt zu haben statt das hier vorgestellte ozimodo zu benutzen. Letzteres ist noch nicht für die Verwendung geeignet, da man die Hälfte sowieso neu schreiben muss. Ich weiß, jetzt werde ich erneut die Fanboys am Halse haben, aber glaubt ihnen nicht. Jedes ihrer »Aber man muss doch nur…« – Rezepte läuft auf Neuschreiben des halben Pakets hinaus. Notiz an mich selbst: Ozimodo in einem halben Jahr noch einmal testen. (Kommentar von The Girl dazu: »In einem halben Jahr tumbelt doch eh keiner mehr, da gibt es eine neuere Sau, die durch’s Dorf getrieben wird…« ;-))

Item Nº 2491

Der Frühling kommt!

Spur des Frühlings Zur Erbauung in diesen ewigen weißen Zeiten des Schneefalls ein wenig unmotivierte Naturfotografie, gestern in Karlsruhe gesehen. Wird wirklich Zeit, dass das mit dem Winter aufhört, ich bin sowieso kein Freund davon. Im Interesse der guten Sache ( = Vertreibung des Winters) verstoße ich gerne mal wieder gegen das 12. Gebot, das da lautet: »Du sollst Deine Blogleser nicht langweilen mit Bildnissen Deiner Kinder, Deiner Haustiere und unmotivierten Lichtbildern von Pflanzen.« ;-)

Item Nº 2490

Treten Sie zurück, Frau Merkel!

Schluß jetzt damit! Die Große Koalition unter der Führung von Angela Merkel muss endlich zurück treten! Wir haben März, und noch immer schneit es. Und das bei nach wie vor über 5 Millionen Arbeitslosen. Wie soll denn da ein Aufschwung kommen? Nein, Fr. Merkel, Sie haben dieses Land nicht im Griff.

Aber die Misere ist noch viel schlimmer, als es auf Anhieb wirkt. Manch einer wird sich daran erinnern. Letztes Jahr im Juli schneite es eines Nachts plötzlich, mitten im Sommer. Okay, damals schob man das auf das eine oder andere Glas zuviel im Biergarten. Aber mittlerweile wissen wir, den investigativ tätigen Kollegen von donnerwetter.de sei Dank, dass die Bundesregierung nicht nur an der Steuer-, sondern auch an der Wetterschraube dreht. Ein weiteres Desaster der Nationalmannschaft bei der WM würde nämlich die Regierung stürzen, daher soll der Winter künstlich bis in den Juli hinein gezogen werden. Costa Rica und Ecuador, so das Kalkül, werden noch nie auf Schnee gespielt haben, daher wird es die Nationalelf schaffen, mindestens zwei Spiele 1:0 zu gewinnen. Die dafür notwendige große geheime Wettermaschine wurde im letzten Juli unauffällig getestet. Aber nicht unauffällig genug, den schlauen Füchsen von Donnerwetter entgeht nichts…
Auch aus Brüssel droht Ungemach. Schnee im März verstösst gegen das EU-Wettbewerbsrecht, der zuständige EU-Kommissar für innereuropäische Wetterdisziplin, Jean-Paul Marat, hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Das ist alles Ihre Schuld, Frau Merkel! Treten Sie zurück! Jetzt!

Item Nº 2489

Rettet das Bloggen!

Yeah, Frau dee! Exaktement getroffen, Lesebefehl! Es wird Zeit für: Blogosphäre, reboot!

Item Nº 2488

423 $

Kostet es, wie Steve herum zu laufen (via Mac-Essentials, die bauen gerade um, Permalink wird nachgeliefert).

Online seit 6594 Tagen.

2041 Artikel und 373 Quickies seit dem 07.05.2002.

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