das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - December 2004

Item Nº 2124

Guten Rutsch!

Liebe Leserin, lieber Leser, mal wieder ist ein Jahr zu Ende, und der von Menschenhand willkürlich gewählte Jahreswechseltermin wird metaphysisch überladen mit abstrusen philosophischen Gedanken von Anfang und Ende, sowie multiplen Vorsätzen!
Vorsätze kannst Du Dir ja machen (und brechen ;-)), aber nicht böllern, spende lieber ...

Ich wünsche Dir einen angenehmen Jahreswechsel, und dass das Jahr 2005 Dir das bringt, was Du persönlich Dir wünschst!

Also dann, bis nächstes Jahr! ;-)

Item Nº 2123

10 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe

Ein Aufruf von Alex vom Kölner Blog Büro, dem ich mich angesichts des massiven Elends gerne anschließe: 10 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe: »Wahrscheinlich wird jeder von uns 10 Euro übrig haben. 10 Euro sind für uns fast nichts, ein paar Bier oder ein Kinobesuch. Doch für die, von einer potentiellen Seuche und Hunger betroffenen Kinder in den Flutgebieten Sri Lankas sind sie lebensrettend. Deshalb spendet diesen kleinen Betrag an die Kindernothilfe.
Die Kindernothilfe ist seit 1976 in Sri Lanka, und dort vor allem an der Ostküste stark vertreten. Der Verein trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) in Berlin für einen seriösen Umgang mit Spendengeldern.
Spenden können auf der Internetseite der Kindernothilfe auch online getätigt werden.«

Dieser Aufruf wird von
Manuela Hoffmann, pixelgraphix.de
Vladimir Simovic, perun.net
Kai Horlbeck, horlbeck.info
Max, unblogbar.com
Gerrrit van Aaken, praegnanz.de
Nick Blume, nickblume.de
Jörg Petermann, einfach-persönlich.de
Valentin Wölm, reizbombardement.de
mitgetragen.

Item Nº 2122

21C3 hat begonnen!

Während die Welt anderswo aus den Fugen gerät, widmen sich hier in Berlin allerlei Leute dem 21C3. Wie gut es uns geht, dass wir uns über nicht funktionierende WLAN-Verbindungen echauffieren können …

Nichtsdestotrotz hat es mich nun also nach Berlin verschlagen. Das Bild unten zeigt eine Impression aus dem Raum der Videokünstler, die mit Licht, Musik und ausrangierten Sofas einen schnöden Konferenzsaal in eine Art »Chill-Out-Zone für Hacker« verwandelt haben. Sehr atmosphärisch!

Die nächsten drei Tage gibt es also 21C3-Bloggen von mir, hier im Netzbuch ein paar Bildchen und unsachlich Atmosphärisches, (mehr oder weniger) Sachliches auf 21c3.konferenzblogger.de.

Es sind noch ein paar andere Blogger hier auf dem 21C3 vertreten, Malte bloggt und wurde von mir schon aus der Ferne gesichtet. Moe leistet sich sogar einen eigenen 21C3-Gastblogger. Das Wikipedia-Projekt, das auf 21C3 stark vertreten ist, hat ein Portal 21C3 eröffnet. Und natürlich wird auch, wie schon einmal erwähnt, im offiziellen 21C3-Weblog fleißig gebloggt!
[Nachtrag:] Auch IT&W leistet sich eine 21C3-Gastbloggerin. Scheint ein neuer Trend zu sein! Wieso blogge ich eigentlich noch selbst?

Item Nº 2121

Schöne Festtage!

Bild: Obskures Jahresendzeituntensil Ich wünsche Euch allen, ob nun Weihnachtsmuffel oder -fan, noch stressarme, erholsame und schöne Feiertage!

In anderen Gegenden der Welt widmet man sich an diesen Feiertagen obskuren Fußballspielen mit unklar-makabrem historischen Hintergrund, hier ist aber irgendwie nichts derart spektakuläres los. ;-)

Übrigens, dass der rot-weiße Mantel, den das obskure Jahresendzeitutensil auf dem Foto da oben an hat, eine Erfindung von Coca-Cola ist, ist wohl eine Legende. Wie beruhigend! Und im MetaFilter macht man sich Gedanken über das deutsch-amerikanische Wechselspiel bei der Etablierung von Weihnachtsbäumen nebst Beleuchtung.

Item Nº 2120

Er kommt zurück!

Heute, 21:45 Uhr, ARD: Er kommt zurück. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals der Beginn einer Fernsehsendung mit einer feuilletonistischen Erwartungshaltung überfrachtet wurde wie das Comeback von Harald Schmidt in der ARD. Kostprobe aus der Rundschau: »Harald Schmidt ist wieder da. Keiner weiß so recht, was das werden soll, aber alle hoffen auf etwas Großes. Manche fürchten das Scheitern. Vor dem Platzen der Föderalismusreform war das auch nicht anders.
Unversehens wird Harald Schmidt so wieder einmal zum Symbol, zum Stellvertreter für das Land. Einfach weitermachen wie gewohnt, das reicht nicht. Dieses Mantra der Politik gilt auch für den Ex-Sat 1-Entertainer. Was Münte und Stoiber, Schröder und Merkel nicht schaffen, ihm, dem Einen, soll es gelingen. Deutschland neu erfinden, und auch noch so, dass alle klatschen.«
An einer solchen Ewartungshaltung würde jeder TV-Schaffende zitternd scheitern, aber Harald Schmidt ist bekanntlich nicht jeder, und, wie der Standard schreibt: »Gott kann gar nicht scheitern« (via medienrauschen).

Ich bin gespannt!

Item Nº 2119

GTD-Zwischenstand

Das GTD-Buch ist eingetroffen, bei der Lektüre der ersten Kapitel, der wortreichen Beschreibung des Ist-Zustandes, fragte ich mich, woher Autor David Allen mich so gut kennt. ;-)

Erste Aktionen: Posteingang von 288 auf 3 E-Mails reduziert, und das, was nicht längst von der Realität erledigt wurde, erledigt. Und neue .procmail-Regeln definiert, die ein Anschwillen auf 288 E-Mails erschweren sollen. Was die Mailbox angeht, gibt es aber durchaus auch ganz andere Ansichten: Slacker Manager – »In praise of full inboxes«.

Als nächstes: Buch lesen und etwaige Erkenntnisse in Aktionen umsetzen!

Verwandt:

Item Nº 2118

Moralischer Verfall

Ob des zunehmenden Bestands von Weblogs in meiner Blogroll, deren letztes Aktualisierungsdatum weit hinter dem der tatsächlich letzten Aktualisierung her hinkt, habe ich mal bei blo.gs geschaut, ob mein Datenbestand insuffizient ist. Ist er aber eigentlich nicht.

Daher muß ich wohl, am Ende dieses großen Blog-Jahres, einen Verfall der Ping-Moral in der Blogosphäre konstatieren. So geht das aber nicht! Der Ping ist der Herzschlag des Blogtums, das Lebenszeichen des Individuums im Universum der Worte, der Wal im digitalen Meer, der zum Luft holen an die Oberfläche kommt, damit die Beobachter im Ausguck »Wal, da bläst er!« respektive »Ping, da bloggt er!« rufen können.

Also, ToDo für 2005: Ordentlich pingen! ;-)

Item Nº 2116

Mania 2: E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG

Logo: GnuPG Irgendwo im magischen Dreieck zwischen Geektum, technischem Spieltrieb und der Notwendigkeit zur Erhaltung der eigenen Privatsphäre mit technischen Mitteln in den Zeiten staatlicher Lauschattacken (es komme mir niemand mit Ich habe nix zu verbergen, ein dämlicheres »Argument« gibt es in diesem Zusammenhang nicht) ist die gegenwärtige Popularität von E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG in Bloggerkreisen anzusiedeln.

Formaler Anlass ist das Inkrafttreten der obligatorischen technischen Möglichkeit zur E-Mail-Überwachung gemäß TKÜV in Deutschland ab dem 1.1.2005 (vgl. dazu Alps Blogeintrag »Email ade«).

Kurz und schlecht, ein GnuPGP-Schlüssel musste also her, und meine beiden E-Mail-Clients, Apple Mail und mutt mussten fit gemacht werden. Apple Mail war kein großes Problem, dank Marcus wirklich vorzüglicher Anleitung (Teil II und Teil III) sollte es für jede(n) Mac-User(in) kein Problem mehr sein, verschlüsselt und signiert zu mailen.

Wann immer ich von meinem Mac entfernt bin, nutze ich mutt via ssh zum E-Mail-Lesen (es gibt nun einmal im Web kaum etwas das ich mehr hasse als Webmail), das war schon ein erheblich härterer Fall. »Everything You Need To Know To Start Using GnuPG with Mutt« hilft zunächst einmal weiter.
Man stellt aber schnell ernüchtert fest, dass fast alle E-Mail-Clients (außer mutt, versteht sich, der benutzt PGP/MIME ;-)) die mit GnuPGP verschlüsselten Inhalte einer E-Mail falsch deklarieren, das beliebte Enigmail-Plugin für den Thunderbird deklariert sie eigentlich gar nicht. Was zu der unangenehmen Situation führt, dass niemand die eigenen verschlüsselten E-Mails entziffern kann, und man selbst verschlüsselte E-Mails anderer Leute nicht entschlüsseln kann. Nach einiger Sucherei und Bastelei gelang mir das schließlich, wenn hier noch andere mutt-User(innen) mitlesen, poste ich meine .muttrc gerne in einem separaten Beitrag.

Nun geht alles, mein öffentlicher Schlüssel ist via Keyserver und hier im Web verfügbar.

Einige weitere Links zum Thema:

Auf geht’s, erstellt einen Schlüssel und nutzt Verschlüsselung, Ihr möchtet doch auch nicht dass “Sicherheitsorgane” Euch unter der Dusche zuschauen, oder? Auch wenn es dabei im Grunde nichts zu verbergen gibt, der grundsätzliche Aufbau des menschlichen Körpers ist ja bekannt … ;-)

Noch eine kleine Anekdote am Rande: Als ich überprüfen wollte, ob mein Schlüssel auf dem Keyserver angekommen ist, fand ich bei der Abfrage zwei Schlüssel von mir aus dem Jahre 1998, zu heute nicht mehr existenten E-Mail-Adressen. Damals habe ich also schon einmal damit experimentiert, dieses aber zwischenzeitlich völlig vergessen. Oha, das Alter … ;-)

Item Nº 2115

21C3

21C3-Banner Die Jahresendzeitfestivitäten sind bei mir in diesem Jahr mit einer Deutschlandreise von fast schon Röllschen Dimensionen ;-) verbunden, da ich mich entschlossen habe, dieses Jahr den 21. Chaos Communication Congress (kurz 21C3) in Berlin zu besuchen. Das Programm erscheint mir einfach zu verlockend, um es beim zwischen-feiertäglichen Abhängen mit kalorienreicher Kost bewenden zu lassen. Sogar eine der Webloglegenden schlechthin, Joi Ito, wird dabei sein, das kann man sich natürlich sowieso nicht entgehen lassen!

Sehr hübsch finde ich übrigens diese iPod-mäßig angehauchten 21C3-Banner, besonders die weibliche Silhouette hat es mir, wie man diesem Eintrag ansieht, angetan, das hier ist viel zu sehr aus dem prallen Leben gegriffen. ;-)

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Es gibt ein offizielles 21C3-Weblog, und im 21C3-Wiki gibt es eine Seite mit Weblogs, die über 21C3 schreiben wollen. Und wer die blogosphärische Totalüberwachung zum Thema möchte, nutzt ein sehr kühles Blogstats-Feature und abonniert einfach eine Blogstats.de-Suche zum Stichwort 21C3 im bevorzugten Feed-Reader.

Item Nº 2114

netzbuch.mobi

Niklaus Hablützel in der taz: »Die Firmen Microsoft, Vodafone und Nokia haben verlangt, dass die Endung ’.mobi’ neu eingeführt werden soll. Sie selbst und die von der ICANN beauftragten Registrierungsbüros wollen damit ohne irgend eine Gegenleistung Gebühren von Kunden einkassieren, die Internetdienste für Handys anbieten. Umgehend hat die ICANN diesem Wunsch entsprochen, obwohl es dafür keinen einzigen sachlichen Grund gibt.«

Dazu Tim Berners-Lee in seinem Artikel »New Top Level Domains Considered Harmful«: »This domain will have a drastically detrimental effect on the Web. By partitioning the HTTP information space into parts designed for access from mobile access and parts designed (presumably) not for such access, an essential property of the Web is destroyed.«

Item Nº 2111

Mania 1: GTD

Die Bloggerin und der Blogger als solche scheinen eine gewisse Tendenz zum Messie zu entwickeln. Muß ja auch so sein, wie soll man noch irgendetwas geregelt bekommen wenn man ständig bloggen muß? ;-)
Anders lässt sich die Popularität von David Allens »Getting Things Done« (GTD) in Bloggerkreisen nicht erklären. Nun habe ich eine gewisse Skepsis gegenüber Lebensratgebern und Motivatoren (vornehmlich amerikanischer Coleur) jeglicher Art entwickelt. Viele dieser Brüder (vornehmlich amerikanische Manager die hilfreiche Bücher schreiben (lassen)) sind nichts anderes als Apologeten der Ideologie des Marktradikalismus, deren Mission es ist, die Leserschaft zur bedingungslosen Anpassung an eben jenen zu konditionieren. Und ich habe natürlich Tschakka Tschakka-Motivatoren nach dem Ende des Dot-Com-Wahns in den Knast wandern sehen und war Augenzeuge hochgradig ridiküler Veranstaltungen in jener Zeit, weiland, rund um die Jahrtausendwende. Der Beste war der, der die Vertriebler aufforderte, sich vorne vor die versammelte Kollegenschaft hin zu stellen und aus Leibeskräften »Hier stehe ich, fest wie ein Baum« zu brüllen. Das war ausgesprochen amüsant. Und teuer. ;-)

Objektiv betrachtet, kann ich mich von dieser bloggereigenen Messie-Tendenz nicht so ganz freisprechen, schon der Posteingang von gerade 228 Mails spricht da Bände. Ganz zu schweigen von meiner sogenannten Ablage von Dokumenten aus toten Bäumen. Grund genug also, sich mit GTD einmal vorurteilsfrei zu befassen.

Immerhin hat das Werk Nico animiert, seine Inbox zu leeren! ;-)
Im MineZone-Wiki findet man eine prägnante Zusammenfassung der Methodik. Bei 43 Folders ist GTD eines der Hauptthemen, ebendort findet man auch eine Einführung. Bloggerin but she’s a girl hat eine spezielle GTD-Software in Ruby On Rails entwickelt. Das ist der wahre Geek-Ansatz, erst einmal eine Software entwickeln, bevor man sich um die Dinge selbst kümmert. ;-)

Software spielt auch eine Rolle bei Dave Pollards »STATUS REPORT ON IMPLEMENTING THE ‘GETTING THINGS DONE’ PROCESS«, inklusive eines hübschen Workflow-Diagramms (via Martin).

Was steht nun an? Erst einmal die Links oben und zahlreiche weitere darin verlinkte wirken lassen. Und dann drei Fragen:

Wohlan, get things done! ;-)

Item Nº 2110

720 Pixel fliehen vor der Welle

pMachine-Kommentar-Spam ist gerade ein heißes Thema. Und die Welle strandete auf mein Fotoblog 720 Pixel. Da, zumindest was mich angeht, die pMachine ein Auslaufmodell ist, fehlt mir jegliche Lust mit Captchas und sonstigen Kram rumzumachen oder mich überhaupt noch einmal damit zu befassen. Statt dessen habe ich 720 Pixel lieber auf Textpattern umgezogen. ;-)

Ein paar unschöne CSS-Effekte müssen noch beseitigt werden, aber lieber temporär partiell unästhetisch als vom Pokerkönig verseucht …

Item Nº 2108

Leben in China

Bild-Impressionen aus einem fernen und rätselhaften Land: Life in China, »A Series of Photos Without Words, For The Mysterious Beauty and Contradictions of China.«

(Via MetaFilter)

Item Nº 2106

Freitägliche Wiki-Internet-Elegie

Einem Artikel bei Telepolis (»Das Wiki-Prinzip«) kann man entnehmen, dass am 16. März 1995 die dokumentierte Geschichte des Wikis begann, mit einer ergreifend schlichten E-Mail des Wiki-Erfinders Ward Cunningham an einen gewissen Steve: »[...] ich habe eine neue Datenbank auf meinem Web-Server installiert und bitte Dich, mal einen Blick darauf zu werfen. Es ist ein Web von Menschen, Projekten und Mustern, auf das man über ein cgi-bin-Skript zugreifen kann. Es bietet die Möglichkeit, ohne HTML-Kenntnisse mit Formularen Text zu editieren. Es wäre schön, wenn Du mitmachen oder wenigstens Deinen Namen in der Liste der RecentVisitors eintragen könntest .. Die URL ist http://c2.com/cgi-bin/wiki – danke schön und beste Grüße.« Der URL existiert noch, man schaue sich das einmal an, wie sich das legendäre Ur-Wiki jetzt gerade präsentiert: Was lernen wir daraus?

  1. Wahrhaft große Dinge werden nicht in überbordenden Marketing-Sprechblasen, sondern schlicht, fast nebenbei, geboren und präsentiert (siehe oben).
  2. Das Internet geht vor die Hunde. Die windigen Gestalten aus aller Welt, die im Internet ihrer erbärmlichen Jagd nach dem schnellen Geld nachgehen, haben nicht einmal Respekt vor jenen klugen Köpfen, die mit ihren Geistesblitzen die sogenannten Geschäftsideen der Trittbrettfahrer erst möglich gemacht haben. Das Ur-Wiki, mit Spam vollgehauen. Ist es nicht zum depressiv werden?
  3. Nächstes Jahr im März können wir 10 Jahre Wiki feiern!

Item Nº 2105

Lieber Handy-Benutzer!

So etwas (PDF) brauchen wir unbedingt auch auf Deutsch, wer häufig öffentliche Verkehrsmittel benutzt, wird mir vorbehaltlos zustimmen!

(Gefunden bei Heiko)

Item Nº 2104

Zur Nacht

»Was ich haben will das krieg’ ich nicht,
und was ich kriegen kann, das gefällt mir nicht.«

Ein Klassiker: Fehlfarben – Paul ist tot (Via totally fuzzy).

Etwas ganz anderes, nämlich »the greatest band in the history of music«:
The Dears – We can have it (via usounds).

Danach braucht man dann noch:
Death From Above – Dead Womb (via Mod Blog).
Mehr davon: indiepoprock.net.

Item Nº 2103

TC Boyle und Pisa

TC Boyle, präziser gesagt, ein über zwei Jahre alter Netzbuch-Artikel über ein Buch von ihm, übt eine magischen Anziehungskraft auf die Generation Pisa aus.

Vielleicht mag ja jemand dem verzweifelten Fabian helfen? Unsereiner hatte ja solche Probleme stets dahingehend gelöst, indem er (a) das Buch tatsächlich gelesen hatte ;-) oder, bei problematischen Fällen, (b) sich in der lokalen Bibliothek (liebe Kinder, das ist so ein großes Haus in dem ‘ne Menge Bücher stehen, die man anschauen darf) durch die verfügbare Sekundärliteratur wühlte, bis er das Problem gelöst hatte.
Aber wer weiß, vielleicht werden solche antiken Kulturtechniken heute nicht mehr gelehrt, weil sie in ökonomischen Verwertungszusammenhängen eines zielgerichteten Bildungssystem (Ziel: handliches, von unnützem Wissen freigehaltenes preiswertes Nachwuchs-Personal durch die Bildungsinstitutionen peitschen) nicht mehr erwünscht sind.

Item Nº 2102

Nie mehr Kommentare vergessen: Reverse Trackback

Martin hat die rettende Idee für alle, die wie ich bereits an dezenten geriatrischen Ausfallerscheinungen leiden: Man hinterlässt in einem Weblog einen Kommentar – und vergisst es umgehend. Nie wird man erfahren, ob es vielleicht eine interessante Antwort darauf gab. Gut, man vermisst sie auch nicht, denn man weiß ja nicht mehr, dass man auf eine Antwort wartet. ;-)

Reverse Trackback ist die Lösung für dieses Unbill. Die Idee ist ebenso simpel wie genial: Überall, wo man einen Kommentar hinterlässt, sendet man sich selbst einen Trackback. Diesen fängt man in seinem eigenen Weblog ein und postet ihn automatisch, als Liste, Weblogeintrag, RSS-Feed, wie auch immer. Für Textpattern schwebt mir schon ein Modus vor: Eine eigene Section, bspw. comments, in welche die selbst gesendeten Trackbacks vom sowieso schon vorhandenen Trackback-Empfänger hinein geschüttet werden. Ich sehe schon, der Editor muß wieder angeworfen werden!

Item Nº 2100

Le Moleskine à Beleg

Einfach klasse: Ein Weblog, das ausschließlich aus eingescannten Skizzen in einem Moleskine besteht: »Le Moleskine à Beleg«

(Via Photo Matt)

Item Nº 2099

Zwei für die Nacht

The Brian Jonestown Massacre

(Via usounds)

Apropos etwas für die Nacht: majo erzählt die Geschichte von Frank Zappa, Deep Purple und ordentlich Rauch auf dem Wasser, die kannte ich auch noch nicht …

Item Nº 2098

Sissy

»Cat and Girl: Gender Mender« (Via plasticbag.org)

Item Nº 2097

TextMate

TextMate ist ein Texteditor für Mac OS X, der in der Blogosphäre mit viel Rauch angekündigt wurde und vor knapp zwei Monaten erschien. Wie damals angekündigt, habe ich den vielversprechenden Neuling unter den Mac OS X-Editoren getestet, das Resultat ist nun endlich hier zu lesen:

Item Nº 2095

VfL Borussia 06

Die 0:6-Pleite der Borussia gegen Hertha BSC war selbst für den (notgedrungen) Niederlagen-gestählten Borussia-Fan eine richtig derbe Klatsche, »Fassungslosigkeit« macht sich breit, Kapitän Christian Ziege (lt. borussia.de): »Es gibt einen Unterschied zwischen einer normalen Niederlage und dem was heute passiert ist. Das war ein vollkommenes Desaster. Was wir da fabriziert haben, hatte nichts mit einer Bundesliga-Mannschaft zu tun.« Das ist wohl wahr! Das sah auch der Kicker so: »Die Borussia fiel nach dem zweiten Tor völlig auseinander, dieser Leistungsabfall war einer Bundesliga-Mannschaft nicht würdig.« Das 0:6 in Berlin war die zweithöchste Auswärtsniederlage der Borussia aller Zeiten, nur beim 1:7 gegen den VfL Wolfsburg am 7.11.1998 gab es noch einen Gegentreffer mehr. Die höchste Niederlage überhaupt gab es daheim, ein 0:7 gegen Werder Bremen am 30.4.1966. Hoffen wir mal, dass die Borussia-Kicker nicht auch die Einstellung dieses Rekordes anstreben. Wir können von Glück reden, dass es mit Freiburg, Rostock und Bochum drei Mannschaften gibt, die regelmäßig noch schlechter spielen als wir, aber darauf sollte man sich dauerhaft nicht verlassen …

Nun denn, die Hoffnung stirbt zuletzt! Nur wer auch derbe Niederlagen mit Würde erträgt, kann Siege angemessen würdigen. ;-)

Item Nº 2094

Daneben gefeuert!

Die Firefox-Anzeige ist da, sie ist in der FAZ von heute zu bewundern. Wer sich das Kampfblatt des rechten Kapitalbürgertums nicht antun mag, kann sie sich als PDF anschauen (via CSS-Technik-News).

IMHO hat die Anzeige einen gewaltigen Haken: Die Zielgruppe, der technisch eher etwas weniger beschlagene Leser, der ja zum Switch vom MSIE zum Firefox animiert werden soll, weiß in der Regel nicht, was ein Browser ist. Daher wird er, von dem großen »Feuer« angelockt, drüber lesen und sich denken: »Wie Browser? Brauche ich nicht.« Schade.

Item Nº 2093

Put your disk to my slot ...

Einen für die Nacht:
»Wakka Chicka Wacka Chicka – Porn Music For The Masses Volume 1. [...] From celebrations of the beauty of intimacy to a cautionary tale of excess, this collection of sound sculptures of the ‘Wakka Chikka Wakka Chikka’ mystique from around the world will guide you into the heart of all that is ‘Wakka Chikka Wakka Chikka’.« Höhepunkte (hm hm, das Wort klingt in diesem Kontext merkwürdig ;-)):

(Via zero transmission)

Item Nº 2092

Web Standards Adventskalender

Alle Jahre wieder, am Kalendae des Dezembers, werden Editoren angeworfen und atemberaubende Skriptakrobatik betrieben, um das Web mit virtuellen Adventskalendern zu schmücken.
Dieses Jahr gibt es einen besonderen Adventskalender! Manuela Hoffmann, Vladimir Simovic, Stefan Blanz und, last but not least, Jens Grochtdreis haben einen Web Standards Adventskalender gebaut. Jeden Tag gibt es einen Tipp und Informationen aus der wunderbaren Welt der Webstandards, garantiert informationsreich und kalorienarm. ;-)

Item Nº 2091

Trackback für TXP ist da!

Eine Woche nach der Ankündigung ist es nun soweit: Das Trackback für Textpattern ist endlich da! Wurde ja auch Zeit, die ersten Ungeduldigen äußerten bereits ihren Mißmut in Form von Jahresendzeitfestivitätenanalogien. ;-)

Alles, was man braucht und wissen sollte, um sich sein Textpattern mit Trackback zu verhärmen, gibt es auf einer eigenen Seite.

Ein herzliches Danke schön :-) geht an Beate für Funktions- und Verständlichkeits-Tests und an all’ jene, die Probe-Trackbacks gesendet haben.

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