das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - October 2003

Item Nº 1132

Bloß keine Mühe!

[Bild: Ohne-Vorkenntnisse-Collage]

»Es ist eine beklagenswerte Tendenz unserer Zeit, daß man sich nur mit leicht zu bewerkstelligenden Sachen befassen will.«
(Andreas Feininger, Meisterfotograf, im Jahre 1978)

Item Nº 1131

Neues von Harry und Rufus

Neues zu dieser Geschichte, besser gesagt die Neuigkeit ist dass es keine Neuigkeiten gibt, vermeldet der Hörverlag: »Rufus Beck und der Hörverlag widersprechen aufs Entschiedenste der in einigen Medien aufgestellten Behauptung, die bisherigen Verhandlungen bezüglich der Vertonung von `Harry Potter und der Orden des Phönix` seien an unterschiedlichen Honorarvorstellungen gescheitert. Ebenso falsch ist die Unterstellung, Rufus Beck hätte keine Lesungen mehr für andere Verlage machen können. Die Parteien verhandeln nur über `Harry Potter`, nicht über andere Bücher.
Beide Parteien haben vereinbart, bis zu einem klärenden Gespräch jegliche Stellungnahme gegenüber der Presse zu unterlassen.«

Aha. Nun sind wir ja erheblich schlauer, nicht wahr? ;-)

(Via Mark per Email, besten Dank!)

Item Nº 1130

Bayern liegt in Weißrussland

Da hat die Netzeitung mal einen Brüller ausgegraben: Die bayerische Tourismus-Marketingzentrale firmiert im Internet unter bayern.by im Internet, .by ist die Top-Level-Domain für Weißrussland, das Reich des kleinen Diktatoren Lukaschenko. Eine .de-Domain war den Bajuwaren aber nicht "knackig" genug, nun soll Stoiber Weißrussland kolonisieren, zumindest in Sachen Internet (Zitat): »Ein Hotelier aus dem Allgäu habe vorgeschlagen, dass Ministerpräsident Edmund Stoiber nach Weißrussland reisen sollte, um die Domain nach Bayern zu holen.«

Item Nº 1129

Der Panther ist los!

Gestern habe ich endlich das Päckchen abgeholt und den Panther auf dem Powerbook installiert. Dauerte etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten (mit X11 und allem Gedöns), und ging völlig problemlos. Alles funktioniert wie vorher, das ganze System ist ein wenig "zackiger" geworden, und das "Exposé" ist einfach nur geil. Man fragt sich wie man vorher ohne leben konnte. ;-)

So müssen Updates sein, einfach CDs reinschmeißen, installieren und alles geht! Und, was sie bei Apple halt drauf haben, schon die Verpackung sieht so cool aus dass man sie unmöglich wegwerfen kann ...

Alle möglichen Panther-Tipps aufzuführen erspare ich mir, lest einfach bei itw und Paso, da findet man alles was man zu Panther wissen muß.

Item Nº 1128

Super-Borussia

Ausschnitt: Gladbach glänzt


Dass ich das noch erleben darf ...
Da solche Schlagzeilen über die Borussia so selten sind wird sie hier nun für die Ewigkeit dokumentiert. Wobei man aber fairerweise dabei sagen muß dass die Borussia aus Dortmund heute so gespielt hat wie sonst die Borussia aus Gladbach. Aber egal, Sieg ist Sieg! Nun geht es hoffentlich aufwärts mit der Borussia!

Und ein tiefer Verbeuger geht nach Baden zum SC Freiburg, die Filigrankünstler haben Schalke mit 7:3 aus dem Pokal gekegelt.

Mehr: ZDF.de - DFB-Pokal

Item Nº 1127

Striptease ist in!

Will zumindest das (mit unangemessenen Anglizismen durchsetzte) Frauenblättchen Amica wissen und liefert der modernen Frau einen bebilderten Strip-Kurs in 13 Schritten, aus der Praxis, für die Praxis: »Natürlich müssen Sie die Schuhe nicht ausziehen, aber so fällt später leichter, den G-String zu entfernen.«

Item Nº 1126

Gentoo mit Gnome 2.4

[Screenshot Gentoo-Linux mit Gnome 2.4
Screenshot des Wiedergeborenen. Klick öffnet Bild in voller Pracht!


Jubelstürme auf dem Freudenberg: Mein Gentoo-Linux lebt wieder! Nach einer etwas gründlicheren Analyse dessen was schief lief stellte ich fest dass das letzte Update fstab sowie die rc.conf völlig verhärmt hatte, nach einer händigen Reparatur, der Auswahl eines anderen Gentoo-Mirrors und einem beherzten emerge rsync, gefolgt von einem aufgeregt verfolgten emerge system, ist alles wieder in Ordnung. Man fragt sich zwar wie es sein kann, dass man mit den normalen Befehlen des Paketmanagers sein System so kaputt machen kann dass man nicht mal mehr eine deutsche Tastaturbelegung nach dem Reboot hat und kein Paket mehr kompiliert (ich schwöre beim Rasen des Bökelbergs, ich habe nichts händig in irgendwelchen Config-Dateien verhärmt!), aber sei`s drum, "you get what you pay for." Ein emerge gnome reparierte X11 und nun strahlt Gnome 2.4 in voller Pracht.

Dieses Gnome-Release gefällt mir sehr gut, endlich ist dieses Durcheinander mit Desktop-Umgebung plus separater Fenster- und Dateimanager, die irgendwie mehr oder weniger integriert wurden, weg (oder so gut versteckt dass es nicht mehr auffällt). Dieses Konzept wollte mir nie einleuchten, daher habe ich Gnome nie genutzt. Das könnte sich nun ändern, es ist nicht so "windowsig" wie KDE und ein wenig komfortabler als fluxbox. Performance ist bei meinem PC glücklicherweise kein Entscheidungskriterium, das System ist mit allen grafischen Umgebungen sehr schnell. Also darf nur der Geschmack und die Freude am grafischen Schnick-Schnack entscheiden. ;-)

Item Nº 1124

Nur der Mond schaut zu ...

Sonnenaufgang auf dem Freudenberg

... wenn über Wiesbaden und Mainz die Sonne aufgeht und der Netzbuch-Chronist halbnackt, im eisigen Wind, im Dachfenster hängt und versucht den Sonnenaufgang festzuhalten. Dieser Ring um den Mond ist übrigens kein Artefakt, der Mond sah Freitag morgen fast aus wie bei einer Mondfinsternis.

Item Nº 1123

Obsolete Dinge

Etwas aus der Reihe "Dinge die kein Mensch braucht": Gupi, das Roboter-Meerschweinchen.

Item Nº 1122

Der Moment des Wochenendes

Huub Stevens


Hertha-Trainer Huub Stevens nach dem 1:0-Sieg in Rostock. Fußballtrainer sind zwar gut bezahlt, aber Huub ist schon ein armer Kerl. So eine Drucksituation ist absolut unmenschlich. Wenn ich Huub wäre würde ich am Dienstag im Pokal gewinnen, dann selbst kündigen, aber nicht ohne mich vorher von den geistlosen Schreihälsen im Hertha-Fanblock mit beidhändig ausgestreckten Mittelfinger zu verabschieden ...

Item Nº 1121

Postgebremster Panther in der Dienstleistungswüste

Menno! Thomas Gottschalk wird zwar von gelben Autos verfolgt, ich aber nicht. Bekanntlich ist ja seit Freitag der Panther los, schon vor Wochen habe ich mein Päckchen bestellt. Samstag bin ich extra zeitig aufgestanden um gleich morgens die Einkäufe zu erledigen, um ja nicht den Paketwagen zu verpassen. Als ich wieder kam war der Briefkasten noch leer. So weit, so gut.
Spätnachmittags ziehe ich wieder los, öffne den Briefkasten, und was liegt drin? Eine Benachrichtigungskarte, man hätte mich ja nicht angetroffen. Meine sich augenblicklich entwickelnden blutigen Gewaltfantasien gegenüber Gestalten in gelben Uniformen behalte ich mal lieber für mich, das ist sie, "live und in Farbe", die Dienstleistungswüste Deutschland ...

Item Nº 1120

Europäische Zigarettenschachtelfolklorebevormundung

Schöne Polemik von Michael Naumann in der Zeit über die grotesken Warnhinweise auf Zigarettenschachteln:

»Noch nie hat es eine ähnliche europäische Konsumvorschrift gegeben, die nur noch eine filterlose Zigarettenlänge entfernt zu sein scheint von totalstaatlicher Bevormundung. Sie ist das Produkt einer Obsession, die alle Fleisch essenden Europäer kennen, die bei Gelegenheit Grundsatzdiskussionen mit Vegetariern führen mussten. [...] Ähnliche rettende Warnungen in vielen anderen Lebensbereichen des behüteten Europäers sind möglich: `Der Linienflug über Frankfurt wird zum Verlust ihres Koffers führen`, `Die Lektüre dieser Bohlen-Biografie reduziert ihren Intelligenzquotienten`, `Der Blick in das deutsche Baurecht endet im Wahnsinn` oder `Der Eintritt in eine Volkspartei wird mit einem Mandat im Europaparlament bestraft`. [...] Hinter den Traueranzeigen auf den Zigarettenschachteln verbirgt sich ein staatlicher Herrschaftsanspruch, das Leben der Bürger endlich in den Griff zu bekommen. Er geht mit dem fürsorglichen Gestus der Aufklärung einher, ist aber nur ein Vorbote kommender Verbote. Das Eifertum hinter der Verordnung ist unübersehbar.«

Was soll ich sagen, außer: Yo, so isses. Jetzt stecke ich mir erst mal `ne Lucky an ...

Item Nº 1119

Farewell Concorde!

BBC-Foto: Concorde startet zu ihrem letzten Flug nach NY

Just in diesem Moment befindet sich die Concorde auf ihrem letzten regulären Flug nach New York ( BBC). Die vorerst letzten Flüge gibt es morgen Nachmittag, in London-Heathrow werden nacheinander drei Concords landen, die letzte der Rückflug aus New York (ebenfalls BBC). Das ist dann tatsächlich das Ende einer Epoche, und die mächtigen Triebwerke des schönsten und bombastischsten Flugzeugs, das jemals gebaut wurde, werden für immer verstummen ...

Es sei denn, wie bei der BBC zu lesen, die British Airways hebt ein Flugzeug auf für Flugshows, und wird tatsächlich anläßlich des 100. Jubiläums des Flugs der Gebrüder Wright am 17.12. eine Concorde in die USA schicken.

Übrigens, die BBC hat sehr gut gemachte Sonderseiten unter dem Motto "Farewell Concorde" ins Netz gestellt.

Item Nº 1118

Rufus Beck liest keinen Harry Potter mehr!

Schockierendes vermeldet die FR: »Der Schauspieler Rufus Beck steht für das neueste Harry-Potter-Hörbuch nicht mehr als Sprecher zur Verfügung. Eine faire und gedeihliche Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Hörverlags in München [...].«

Schade. Zwei Potter-Werke habe ich gehört, Beck hat das wirklich gut gemacht, das waren immer sehr vernügliche Zugfahrten ...

Item Nº 1117

Wer keine Arbeit hat ...

... der macht sich welche: Mein Gentoo-Linux-System ist völlig hinüber, jeglicher Versuch neu zu kompilieren führt zu Fehlern. Was lernen wir daraus? Ab und an mal ein "Image" von der Systempartition zu ziehen lohnt sich. Zumindest wenn man es braucht.

Nun muß wohl mal ein trüber Herbsttag herhalten für eine langwierige Neuinstallation ...

Item Nº 1116

Triathlon

Gewichtige Events stehen an, daher gab es gestern und heute im Büro mal wieder den "Marketing-Spezialisten-Triathlon": Erst drucken, dann falten und das Grande Finale - eintüten ...

Item Nº 1115

Beobachter der Szene

Spiegel Online über Apples iTunes Music Shop: »Eine Million Lieder haben die Windows-Nutzer bei iTunes seit dem Start am vergangenen Donnerstag gekauft. Experten fürchten allerdings den Missbrauch im großen Stil, schließlich sei der Kopierschutz relativ einfach zu knacken. Das Wissenschaftsmagazin `New Scientist` beruft sich auf seiner Internetseite auf Beobachter der Szene, die davon ausgehen, dass iTunes etliche Hacker auf den Plan rufen könnte. Dazu würden vor allem die lockeren Sicherheitsbedingungen einladen. So können zum Beispiel Lieder direkt auf CD oder Apples iPod kopiert werden.«

Hallo? Ist letztere schlimme Quelle des Mißbrauchs nicht der Grund warum man sich Lieder auf einer Website gegen Bares besorgt? Wenn ich schon in einem Artikel von ominösen "Experten" und "Beobachtern der Szene" ohne Namen und Quelle lese, dann komme ich nur zu einem Schluß: Einfach eine "Scheißarbeit", eine Frechheit so etwas Schlampiges zu veröffentlichen.

Aber ich bin ja nur ein kleiner Weblogger, wie ja Martin berichtete ist man bei Spiegel Online der Ansicht dass nur ausgebildete Journalisten in der Lage sind sauber und gründlich zu recherchieren und handwerklich einwandfreie Arbeit abzuliefern, sozusagen die für uns Dummerchen viel zu komplexe Welt zu verstehen und in handlichen Info-Häppchen darzureichen, damit wir auch etwas Weisheit abbekommen. Quod erat demonstrandum ...

Item Nº 1114

Nix kaufen am 29. November

Übrigens: Am 29. November ist "Nix-kauf-Tag", oder, da ja heutzutage alles Seiende, um wirklich zu sein, einen feschen Anglizismus als Etikett tragen muß: BUY NOTHING DAY 2003.

[Via Rohrpost-ML]

Item Nº 1113

Der Reisende

Bernhard zieht durch die Welt und schaut bei berühmten Webcams vorbei, er ist der Reisende. Aktuell ist er neben der vom Spiegel aufgekauften und von Australien nach Hamburg gezogenen Trojan Room Coffee Maschine zu bewundern. Ein originelles Projekt!

[Via "Wiesbadener Schrecken der Rohrpost-Mailingliste" ;-)]

Item Nº 1112

Blogger-Treffen in Frankfurt am 29.10.!

Bloggerinnen und Blogger, Kalender gezückt, eintragen: Anläßlich der Linux World soll es in Frankfurt am 29.10. ein weiteres der beliebten "Offline-Blogger-Meetings" geben. Sogar Besuch aus dem fernen Badner Land hat sich angekündigt. Also, auf geht`s! ;-)

Item Nº 1111

Spaß mit cal

Unter der unscheinbaren Unix-Kommandozeile (z.B. in Mac OS X und Linux) schlummert so manches unentdeckte Schätzchen. Z.B. der cal Befehl. Wenn man gerade in einem Terminal tippt und mal schnell nachschauen möchte wann man Geburtstag hat, so hackt man mal kurz ein cal -y in die Kommandozeile und erhält einen wunderhübschen Jahreskalender. Unter Linux kann man auch ncal -y benutzen, das formatiert den Jahreskalender etwas eleganter.
cal funktioniert für den Zeitraum ab dem Jahr 1 nach Christus. Sehr interessant ist ein cal -y 1752. Bekanntlich gab es bereits im Jahre 1582 die Gregorianische Kalenderreform, die aber erst 1752 in ganz Europa umgesetzt wurde. Daher sieht der September 1752 sehr interessant aus ...

Aber es steckt noch mehr drin. Unter "/usr/share/calendar" sind in Mac OS X und Linux Kalenderdateien mit historischen Daten versteckt, Paso bedient sich im fscklog immer dieser Funktion für seine "Jubiläen aus dem Terminal". Unter Mac OS X gibt ein cat /usr/share/calendar/* | grep `date +"%m/%d"` auf dem Terminal aus was sich alles so ereignet hat, Linux-User brauchen nur ein trockenes calendar in das Terminal zu hacken.

Mit calendar -a kann der oder die "root" des Systems alle Jubiläen und Termine eines Tages per Mail an alle User senden, und (zumindest unter Linux) kann sich auch jede(r) Benutzer(in) eine Kalenderdatei im Home-Verzeichnis anlegen die dann durch cal und calendar ebenfalls verarbeitet wird.

Wie man sieht, es müssen nicht immer große bunter Programme sein, auch in der unscheinbaren Kommandozeile findet man nützliche Sachen ...

Item Nº 1110

Doppelsieg für deutsche Chatbots!

"Jabberwock" und "Elbot", Chatroboter aus deutschen Landen, haben den "Loebner-Preis für menschenähnliche Kommunikation" gewonnen, berichtet die BBC. Kriterium für den Sieg ist der sogenannte "Turing-Test", nach dem ein Computerprogramm intelligent genannt werden darf wenn es in seinem "Output", in diesem Fall seinem Chat, nicht von einem echten Menschen unterschieden werden kann.
Wer mal einen Chat besucht hat könnte natürlich auf den Gedanken kommen dass das nicht so schwierig sein kann ...

Item Nº 1109

Kost` alles extra!

Eigentlich verfechte ich, gestählt von diversen Semestern Politikwissenschaften, immer die These dass man politische Prozesse analytisch und sachlich betrachten sollte. Nun lese ich aber gerade mal die Nachrichtenseiten durch, und ich bin gerade dabei diese These umzuwerfen. Brandschatzend, dabei die politische Klasse gefesselt vor sich hertreibend, durch das Regierungsviertel von Berlin zu ziehen, erscheint mir ein adäquaterer Ausdruck politischer Bürgerbeteiligung in diesen Zeiten.

Streifen wir doch einmal ein wenig durch die Nachrichten. Trotz ihrer durchaus unterschiedlichen Themen zieht sich eines wie ein roter Faden durch die Nachrichten: Alles kostet extra! "Nothing inclusive." Monat für Monat bekommt man einen ordentlichen Batzen vom Gehalt abgezogen für die Krankenkasse, zur Belohnung kostet es beim Arzt demnächst Eintritt. Ein noch größerer Batzen geht an Steuern ab, davon werden so schöne Sachen wie Diplomaten, Polizisten und Soldaten finanziert. Benötigt man diese nützlichen Staatsbediensteten einmal, weil man zufällig gerade von finsteren Gesellen entführt wurde, passiert was? Genau, es kostet extra.
Ein weitere hübscher Batzen wird an die Arbeitslosenversicherung abgeführt, Jahr für Jahr wandern die Summen an die Bundesanstalt. Nebenbei, wie einem das die Westerwelles dieser Republik raten, spart man ein wenig für schlechte Zeiten. Nun wird man arbeitslos, und findet nix neues. Was passiert? Genau, man bekommt, zusätzlich zu all dem was man sowieso jahrelang abgedrückt hat, noch seine Ersparnisse für schlechte Zeiten abgenommen.
So alles in allem betrachtet, ist Arbeitnehmer in Deutschland sein ein Garant für einen lausigen "ROI."

Apropos Westerwelle, dieser hat sich gerade selbst zum Spitzenkandidaten für die nächste Bundestagswahl gekürt. Gut zu wissen, dass es auch in finsteren Zeiten Politiker gibt die sich den Blick für das Wesentliche bewahrt haben ...

Item Nº 1108

Schlachtenbummeln

Bild: ICE


Beim Kollegen sind es die Hundebilder, bei mir die vielfältigen Bahnbilder die verkünden: Wochenende!

Heute geht es in die Heimat, zur Familie nach Mönchengladbach. Und morgen nachmittag auf den Bökelberg, wenn die überaus liebenswürdige Borussia aus MG auf die miesen dreckigen Großkot..., äh, ich meine, das überaus sympathisch und bescheiden auftretende Team des FC Bayern trifft. Aus der Historie hat sich ergeben dass die Bayern nun einmal die Erzfeinde des gemeinen Gladbach-Anhänger sind, schon wenn die ersten Bayern-Spieler den Platz betreten um sich aufzuwärmen erfüllt ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert den Bökelberg, immer wieder herrlich. ;-)

Ich wünsche Euch allen da draußen ein schönes Wochenende!

Item Nº 1107

Ausweitung der Wettkampfzone

Die FR beleuchtet den Trend zur "Boulevardisierung" der Sportberichterstattung im Fernsehen:

»Man muss allerdings gar nicht so genau hinschauen, um festzustellen, dass bei der Ausweitung der Wettkampfzone eigentlich nur eine Disziplin triumphiert: die Live-Sendung. Schlagworte wie `Supersportjahr`, `Großevents`, `Alle Spiele live` locken die Zuschauer, die fundierte Reportage über Doping-Machenschaften hingegen, das Porträt eines Leistungssportlers, der nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit dem Leistungsdruck seines Umfelds kämpft oder der Bericht über den Einfluss mächtiger Sponsoren auf den Profisport: Das alles ist so gut wie verschwunden.«

Lesenswert! Recht hat die FR. Früher habe ich immer gerne "Sport unter der Lupe" und "Sportspiegel" angeschaut, heute sieht Hintergrundberichterstatung so aus dass vor dem Spiel einer mit einem "Experten" auf dem Rasen steht und dummes Zeug erzählt, während des Spiels ständig eingeblendet wird wie dumm Boris B. auf der Tribüne gerade guckt wenn ein Tor fällt, und nach dem Spiel Interviews als Selbstzweck geführt werden, Hauptsache man hat den Star "live auffem Sender."

Item Nº 1106

Linkhub

Wie Personal Firewalls ausgetrickst werden können.

Pro-Linux: "Probleme mit SuSE 8.2." Ein packender Erfahrungsbericht, kommt mir bekannt vor, das "Frankenwindows" ist nicht das "easy going Einsteigerlinux" für das es immer gehalten wird.

futurezone: Neue Patchlawine von Microsoft.

BBC: "Odd mishaps cause computer grief", oder: Das Schlimmste was digitalen Daten passieren kann ist der Mensch ... (via Slashdot)

Eine faszinierende Sache trocken betrachten: Seb`s "Weblog research links " helfen dabei (via Schockwellenreiter)

Space.com: What`s Really Visible from Space

Jeffrey Zeldman im Interview auf Lounge 72: »Generally, content is the most important thing.«

Item Nº 1105

Schlecht!

blo.gs kaputt = keine Blogroll mehr. Das Skript überschreibt die Blogroll gnadenlos mit "nix" wenn blo.gs keine Daten liefert, übel!

Sollte blo.gs jemals wieder funktionieren muß das umgehend geändert werden. Und einmal muß es noch funktionieren, denn die Blogroll existiert nur bei blo.gs, diese erlesene Sammlung von Top-Blogs bekomme ich nie mehr wieder zusammen.
Daran sieht man mal wieder: Man verlässt sich viel zu schnell auf "Amateurdienste" (ist nicht abwertend gemeint, Privatleute können nun einmal nur eine begrenzten Aufwand an Zeit und Material investieren) und deponiert dort für einen selbst wichtige Daten. Das muß ich mir mal schleunigst abgewöhnen, alles was wichtig ist muß hier auf meinem eigenen Server liegen.

Item Nº 1104

Apple Musik-Kampftag

Heute war mal wieder "Steve kündigt etwas an"-Tag, genaueres kann man wie immer bei itw nachlesen.

Eine Sache finde ich aber äußerst interessant: Den Belkin iPod Media Reader. Damit kann man den putzigen iPod nicht nur zum andächtigen Lauschen, sondern auch als transportablen "Image-Tank" benutzen, sehr praktisch. Ein weiteres Argument für einen iPod.

Item Nº 1103

10.000 freie Bücher!

Project Gutenberg hat mit der Magna Charta das 10.000. Ebook online gestellt. Das Projekt gibt es nun schon erstaunliche 32 Jahre lang. 1971 wurde es gegründet mit dem Anspruch Informationen, Bücher und andere Materialien der Öffentlichkeit in einer elektronischen Form so zur Verfügung zu stellen, dass die große Mehrheit der Menschen mit ihren Programmen und Computern die Bücher lesen, benutzen, zitieren und durchsuchen können. Deshalb sind es schlichte Ascii-Texte, die jeder Rechner dieser Welt darstellen kann.
Neuerdings gibt es aber auch "modernes Zeuch" im Project Gutenberg, wie z.B. freie Hörbücher bei "Radio Gutenberg."

Solche Projekte geben einen schönen Einblick was aus der Idee "Internet" hätte werden können wenn die Welt nicht so wäre wie sie nun einmal ist ...

(Via Slashdot)

Item Nº 1102

Ein letztes Mal in Sache elict.org

Wie man schon in den Kommentaren lesen konnte, im Abakus-Forum hat sich Herr Elict persönlich zu Wort gemeldet und eine meiner Meinung nach etwas unbefriedigende Erklärung zu diesen seltsamen Dingen abgeliefert.

Item Nº 1101

Unkonkretes vom Unglücksbringer

Das wollte ich einfach mal ausprobieren: Einfach nix schreiben und warten wie lange es dauert bis jemand nachfragt. ;-)

Gestern abend gab es ein nettes Meeting mit Sven (der "heimlich" wieder mit dem Bloggen angefangen hat) und Martin. Natürlich wurden brandheiße Informationen ausgetauscht und geheime Strategien ausgeheckt, wie das halt immer so ist wenn Blogger sich treffen. Und Martin kennt nun das Preisniveau in Wiesbadener "In-Schuppen" ...

Heute hat mich die Meldung schockiert dass ein ehemaliger Kunde von mir insolvent gegangen ist. Wie so viele Firmen mit denen ich zu tun hatte. Ich hoffe mal dass das an den Umständen liegt und nicht an mir ...

Item Nº 1100

Noch mal: elict.org

Da es schon wieder zig Zugriffe mit einem Referrer von "www.elict.org/awards.html" gab, und diese Sache offensichtlich nicht nur mich beschäftigt (es gab reichlich Zugriffe die über entsprechende Suchbegriffe von Google kamen) müssen wir darauf mal einen näheren Blick werfen. Da eine weiße Seite nicht das ganze Geheimnis sein kann, habe ich diesen Referrer mal per Telnet besucht um zu schauen was genau vorgeht. Im Gegensatz zum weißen Browser-Fenster liest man dort dann dass das Dokument zu 217.160.92.178 umgezogen ist. Genau dort hin wird man auch umgeleitet wenn man einfach "www.elict.org" aufruft, zu "global.admedia.adfarm.de/ref/a8932212380/solution/". Beide Domänen, elict.org und adfarm.de, gehören einem Manual P. aus Rostock.
All das macht die Sache nicht durchsichtiger und vertrauenserweckender. Bleibt noch die Sache dass die Zugriffe über alle möglichen Netze kommen. Aber auch da gibt es in "Fachkreisen" Wege und Möglichkeiten, man schaue sich z.B. einmal diesen Wired-Artikel an.

Wie auch immer, ich will diesen Mist nicht auf meinem Server, also schreibe ich in die .htaccess im Dokumentenverzeichnis für "das-netzbuch.de" auf dem Webserver folgendes:

setenvifnocase Referer "^http://www.elict.org/" spam_ref=1
<FilesMatch "(.*)">
Order Allow,Deny
Allow from all
Deny from env=spam_ref
</FilesMatch>

Wenn das auf dem Webserver aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist kann man auch mit PHP arbeiten, wir schicken ihn einfach zu sich nach Hause ;-) in dem man in die .php-Seite folgenden Code als allererstes einfügt:

if(strstr($HTTP_REFERER,"elict.org")) {
header("Location: http:// www .elict.org");
}

Zwischen "http usw." und "www" und ".elict.org" muß ein Leerzeichen entfernt werden, ich wollte nur die pMachine daran hindern einen Link zu basteln. Damit hat sich das Thema dann erledigt, und Manual P. kann seine obskuren Experimente woanders durchführen ...

Item Nº 1099

Forza Ferrari!

[Ferrari-Fans]


Bravo Schumi, Bravo Rubinho, Bravo Ferrari!

Na, das war ja noch mal richtig spannend. Ausnahmsweise hat Rubinho das Rennen mal nicht weggeschmissen, und Schumi hat sich durchgewuselt durch die Satos und Christiano "mein Bremspunkt wird in jeder Runde neu ausgewürfelt" da Mattas dieser Welt. Aber so ist Schumi halt: Niemals aufgeben, immer weiter machen, sich nicht verrückt machen lassen. Resultat: WM-Titel Nr. 6! Und der vierte für Ferrari! Da der Schreiberling dieses Blogs bereits seit mehr als 20 Jahren die (nicht vorhandene) Ferrari-Flagge schwenkt und auch ganz andere Zeiten erlebt hat, ist jeder Sieg und jeder Titel für die Roten nach wie vor eine freudige Sache ...

Item Nº 1098

Der scharfe Emnid-Hund

[Schnappschuß: tv Emnid bei n-tv] Er hier, Klaus-Peter Schöppner, einer der Geschäftsführer von Emnid und Moderator bei n-tv, ist das was man landläufig einen "scharfen Hund" nennt. Eigentlich soll Schöppner bei n-tv die aktuellen Umfrageergebnisse von Emnid unter das Volk bringen. Diese sind aber bei ihm, gemäß dem Grundsatz dass so etwas altmodisches wie die Trennung von Nachricht und Kommentar heute nicht mehr "zeitgemäß" ist, nur Aufhänger um seine eigenen, eher im konservativen Spektrum anzusiedelnden Meinungen unter das Volk zu bringen. Der Bursche zieht gegen die Regierung vom Leder dass es nur so kracht, und wenn die Bevölkerung den Zahlen nach mal nicht so "reformbereit" ist wie Schöppner dass für richtig hält, dann doziert er dass die Bevölkerung sich von diesem ganzen alten "Sozialdenken" mal trennen muß, "die Deutschen sind noch nicht so weit."
Schöppner ist für mich der würdige Nachfolger des legendären Heinz-Klaus Merthes, der jahrelang in tendenziöser Weise in der ARD die bajuwarische Variante des "Schwarzen Kanal", "Report München", moderierte.

Item Nº 1097

Computer-Philosophisches: Linuxzeit - Bastelzeit

Ich konnte es natürlich nicht lassen: Irgendwo gelesen dass Gnome 2.4 draußen ist, musste ich natürlich haben. Dank des genialen Gentoo-Portage-System sollte das ja kein Problem sein - ist es natürlich doch. Es scheint einfach so zu sein: Alle, aber wirklich alle, Paketverwaltungen für Linux saugen. Die eine mehr, die andere weniger. Sicher, ich kann ja bei Debian Woody bleiben, da saugt die Paket-Verwaltung eigentlich nicht, nur kann ich dann frühestens im Frühjahr 2005 mit Gnome 2.4 rechnen. Bei einem Produktivsystem würde ich das sogar machen, mein Linux daheim ist aber zu einem gewissen Grad auch "Fun", und da gehört es einfach dazu dass man neue bunte Sachen einmal ausprobieren möchte.

Es liegt einfach in der Natur der Sache: Mit den immer komplexeren Desktop-Umgebungen ist einfach ein Durcheinander von Abhängigkeiten im Linux-System erreicht dass man nur von, nun ja, Windows kennt. Gentoo will alles mögliche kompilieren für ein Gnome-Update, und mittendrin bleibt ein Paket mit einem Kompilierfehler stehen. Und damit geht nun kein X mehr. Sicher, nun kann man lesen, suchen, lesen, suchen, kompilieren, lesen, suchen, und irgendwann ist der Fehler dann behoben. Ich habe schon im Gentoo-Forum gelesen dass genau dieses Paket bekannt für seine Probleme ist. Nur eine Lösung gab es keine. ;-)

Ich will Euch mal was verraten: Ich mag Linux wirklich. Ist ein feines System, ein Traum, wenn es einmal läuft. Macht einfach Spaß damit zu arbeiten. Aber: Vielleicht liegt es am zunehmendem Alter, ich habe einfach keinerlei Lust mehr bei jeder Aktualisierung damit rechnen zu müssen dass irgendwas Schlimmes passiert. Seit 1994, als ich mein erstes Linux installierte, wird das schlimmer statt besser. Wie gesagt, die Komplexität nimmt zu. Das wird das Problem sein. Und das ist keine spezifische Gentoo-Sache, damit muß man bei allen Linux-Distributionen rechnen. Dieses ewige suchen, lesen, basteln, suchen, lesen, basteln, wenn man etwas "außergewöhnliches" wie z.B. einen PDA an die USB-Schnittstelle anschließen, möchte. Braucht man erst mal dieses und jenes Kernelmodul, dank des grandiosen Prinzips dass Treiber im Kernel laufen heisst es dann erst einmal: Fröhliches Kernel-Backen. Und dann 7 Man-Pages, 3 Docs in /usr/share und 37 HTML-Dokumente lesen, konfigurieren und machen und tun - einfach keinen Bock mehr drauf!

Als Alternative (Windows ist natürlich indiskutabel) gefällt mir MacOsX immer besser. Eigentlich sitze ich auch daheim nur noch am Powerbook. Gut, MacOsX kostet Geld. Aber nicht nur Geld ist eine Ressource, sondern auch Zeit, insbesondere für den erwachsenen Menschen der einer geregelten Tätigkeit nachgehen muß. Und da stellt sich die Frage ob es nicht einfacher ist ab und an Steve und seinem Apfel-Laden 130 Euro für ein MacOsX-Update, dass man dann einfach reinschiebt, einen Moment wartet und es läuft, in den Rachen zu werfen als ständig stundenlang seine Zeit mit dem Studium von trockenen Dokus, Basteleien und Suchaktionen im Netz zu verbringen nur weil man jetzt gerne mal schöne neue Sachen hätte (oder "Unmögliches" verlangt wie den PDA an USB anschließen, oder gar PowerManagement auf einem Notebook). Ich tendiere nun ernsthaft zu ersterem. Vielleicht sollte ich den PC verkaufen, den Sparstrumpf füllen und dann durch einen G5 ersetzen. ;-)

Item Nº 1096

Die Regenmacher

[Screenshot: Bild]


Die Bild traut Ferrari so ziemlich alles zu ...

Item Nº 1095

Linkhub

Gentoo Linux Performance Metrics: Gentoo-Linux schlägt in Sachen Performance jedes vorkompilierte Standard-Linux, "Fakten, Fakten, Fakten" gibt es auch.

Jeffrey Zeldman über die Konsequenzen der Eola vs. Microsoft-Klage: Erst mal aussitzen. Und: Eolas will Internet Explorer per Gericht stoppen (Golem).

Oh weia: Wahrer Profi (sieht man schon an der ausgefeilten Website) verkauft Euch ein "Favicon" für schlappe 116 Euro, für weitere 116 Euro gibt es auch eine ausführliche Doku dazu ... (Via CSS-Technik-News)

Der Regenbogen (via taz)

Linux Today: "Building an LDAP Server on Linux, Part 1"

Ars Technica: "15-inch Aluminum PowerBook G4." Sehr ausführlich! (via fscklog)

Netzeitung: `New York Times` will Weblog starten

Item Nº 1094

Blogger-Meetup Frankfurt

Bei Martin und im Bloghaus angedacht, wird es nun Realität:

Blogger-Meetup Frankfurt, heute, 20:00 Uhr, vor der Alten Oper.

Also, auf geht`s, Blogger in Frankfurt und um Frankfurt herum ...

Item Nº 1093

Weblog-Artikel im php-Magazin

Heute fällt mir das aktuelle PHP-Magazin in die Hände. Darin findet man einen (auf der Website nicht verfügbaren) Artikel über Weblogs, geschrieben von den Bloggern thorte und Nico. Abgesehen davon, dass bei der Besprechung von PHP und MySQL-basierten Systemen die ja nicht so ganz unbedeutende pMachine fehlt, ist das ein "knackiger" und treffsicherer Artikel, besonders gut gefällt mir die Einleitung (Zitat PHP-Magazin 6.2003, S. 92):

»Viele Marketing-Abteilung in Unternehmen und Journalisten in Radio und TV reduzieren einen Blog gerne auf ein `Online-Tagebuch`, da es nur so möglich erscheint, Otto Normalverbraucher eine Vorstellung davon zu geben, womit er es hier zu tun hat. Doch diese minimalistische Definition wird dem, was man unter Bloggen versteht, und der Philosophie, die dahinter steht, in keiner Weise gerecht. Wer hätte schon Lust, sein persönliches Tagebuch im Internet zu veröffentlichen?«

Damit ist das schon mal geklärt bevor es um die Sache selbst geht. Und natürlich ist das schon ein toller Artikel weil in dem Kasten "Deutschsprachige Blogs" am Ende des Artikels auch das "Netzbuch" aufgeführt ist ... ;-)

In dem Artikel taucht auch ein mir bis dato unbekanntes Weblog-System namens "Serendipity" auf, welches sehr interessant aussieht. Ausprobieren!

Item Nº 1092

Rätselhafte Referrer

Gerade schaue ich mal in die Referer-Statistik und finde in den Morgenstunden des heutigen Tages diverse Zugriffe von Domänen aus so unterschiedlichen Ländern wie Polen, Österreich und Brasilien die angeblich von elict.org/awards.html kommen. Neugierig wie ich bin (außerdem steht ja "Awards" in der URL ;-)) schaue ich mir das mal an und was gibt es? Eine leere weiße Seite. Sowohl in Safari als auch in Camino. Weiß jemand was es damit auf sich hat? Lässt man "awards.html" weg dann steht einfach trocken "test" auf der Seite. Wundersame Dinge!
Ein Referrer-Spam auf eine leere Seite ist ja eigentlich ziemlich sinnlos. Windows-Benutzer sollten vorsichtig sein mit der URL da oben, vielleicht verbirgt sich dahinter irgend etwas Übles was sich auf dem Mac, an dem ich gerade sitze, nicht auswirkt.

Item Nº 1091

Hasta la vista, baby!

Unglaublich: Arnie ist der Gouvernator. Man muß sich mal wieder fragen ob Demokratie tatsächlich das beste Modell der Herrschaft ist, bei solchen Resultaten kann man da wankelmütig werden.

Unbestätigten Gerüchten nach wird Atze Schröder nächster Spitzenkandidat der SPD für den Ministerpräsidentenposten in NRW ...

Item Nº 1090

Die Einflußreichsten

Nun, nach dem philosophischen Ausflug im letzten Beitrag gibt es jetzt die Bruchlandung auf dem Boden der Banalität: Silicon.com hat die 50 einflußreichsten Persönlichkeiten der Tech-Welt gekürt, hier die Top 5:


  1. Steve Jobs

  2. Bill Gates

  3. Greg Dyke (Direktor der BBC, für den Aufbau des Online-Angebots der BBC trotz diverser Anfeindungen)

  4. Hu Jintao (Präsident von China, für die Abkehr von der MS-Welt und das Schaffen der quasi amtlichen chinesischen "Red Dog"-Linux-Distribution)

  5. Linus Torvalds



Und auf Platz 42: Der Autor des Sobig-Wurm. ;-)

(Via Slashdot)

Item Nº 1089

Technik als Medium?

Gerhard Gramm, Darmstädter Philosophieprofessor, macht sich in der FR Gedanken über die Rolle der Technik: »Zirkular der modernen Gesellschaft«

Gramm möchte die Technik als Medium verstanden wissen, nicht als Werkzeug:
»Der strategische Sinn, Technik weniger als Mittel oder Werkzeug, sondern als Medium zu begreifen, wird deutlich, wenn man den hohen Durchdringungsgrad unserer Gesellschaft mit Technik in Rechnung stellt - den zuletzt der Stromausfall in weiten Teilen der amerikanischen Ostküste erneut zu Bewusstsein brachte. Da die Technik alle Lebensbereiche durchdringt, muss ein Begriff der Technik geeignet sein, sich durch alle Institutionen und Tätigkeiten, Probleme und Programme des gesellschaftlichen Lebens hindurch zu schreiben. Technik als Medium verstanden, erfüllt diese Bedingung. Eine solche Auffassung begreift die Technik weniger vom Menschen her (Technik als Entlastung und Verstärkung seiner Sinnesorgane und Fertigkeiten, das heißt als Prothese), sie sieht sie vielmehr eng mit der gesellschaftlichen Praxis verflochten.«

Gramm führt diesen interessanten Gedankengang, leider leicht von der typischen Philosophen- resp. Soziologensprache verschüttet, weiter aus: »Technik in diesem Sinn zielt weniger auf die Welt dinglicher und sachlicher Mittel; sie ist - wie sich am Sprachwandel ablesen lässt - Technologie, weil sie die Seite des Wissens, den Logos, und die soziale und kulturelle Organisation des Lebens in sich aufgenommen hat. So ist zum Beispiel der Computer eine Verkörperung kognitiver Funktionen, der seine überragenden Rechenleistungen aber nur erbringt, wenn er in einem symbolisch vermittelten Kontext intelligenter Programmierer und Nutzer und eine entsprechende sozio-technische Infrastruktur eingebettet ist.«

Ein interessanter Artikel, wenn man mal zehn Minuten zum "Geist beschäftigen" übrig hat. Es wird sowieso zuviel über Technik als solche nachgedacht und geschrieben, und weniger über unsere Rolle im Zusammenhang mit ihr.

Mehr: Frankfurter Rundschau

Item Nº 1088

Herbstnebel

[Bild: Nebliger Morgen am Wiesbadener Bahnhof]


Deutschland im Herbst. Der Weg, die Gleise entlang, endet im undurchdringlichen Nebel. Wenn dieses Bild kein Zeichen ist ...

Schlägt man die Zeitung auf, Nebel überall. Jeder Tag eine neue Version für eine "Reform" der Sozialsysteme, wie es wirklich werden wird liegt im Nebel. Wann gibt es die Autobahnmaut? Liegt im Nebel. Wer regiert uns übernächste Woche? Liegt im Nebel. Wird Schumi Weltmeister? Liegt im Nebel. Qualifizieren wir uns für die EM? Liegt im Nebel.

So könnte man sich dran halten. ;-) Alles im Nebel! Der einzige Trost: Irgendwann verzieht sich der Nebel auch. Die Frage ist nur ob das, was dann zum Vorschein kommt, nicht besser im Nebel am Ende der Gleise geblieben wäre ...

Item Nº 1087

Villeneuve zieht vom Leder

Besser gesagt, er lässt vom Leder ziehen, in Form eines Kolumnisten namens "Pundit" auf seiner offiziellen Homepage, zu Villeneuves Rausschmiss bei BAR und der Verpflichtung von Takuma Sato: »Are we talking about Takuma "World Champion material" Sato? No, we`re talking about Takuma "I put a wheel on the grass" Sato. Sato was at Jordan in 2002, and clearly demonstrated large holes in the control over his speed. He found his limit by driving off the circuit more than once that season... Just ask Eddie Jordan. B.A.R`s team principal David Richards would have been better off if he had put Sato in his Prodrive-controlled Subaru World Rally team.«

Die Formel 1 gerät in immer übleres Fahrwasser. Fahrer wie Sato, Kiesa, Verstappen, Firman und Wilson haben eigentlich in der Formel 1 nichts verloren. Früher war es üblich dass Fahrer in den unteren Formeln Erfahrung sammeln mussten bevor sie in die Formel 1 durften, heute kommen die Satos und Kiesas (oder alt gewordene "ewige Talente" wie Verstappen) mit einem Sack voll Sponsorgeld und kaufen sich ein Rennauto. Wie ein Kiesa überhaupt die Superlizenz bekommen konnte, ohne jegliche Resultate, ist mir schleierhaft. Das gefährdet die sportliche Substanz der "Königsklasse". Ein Könner wie Jacques Villeneuve, oder Leute wie Alex Wurz und Marc Gene müssen zugucken, Leute wie Sato, Kiesa oder Wilson dürfen fahren. Ungerechte Welt, auch in der Formel 1 ...

Bei der Gelegenheit fällt mir mal wieder auf dass es kein Formel 1-Blog gibt. Das müsste es aber eigentlich geben ...

Item Nº 1086

(De-)Motivation für den Job

pic


Wunderschöne Demotivationsposter gibt es bei despair.com. Gibt es so etwas eigentlich auch in Deutschland? Wäre ein vielversprechendes Geschäftsmodell ...

(Via Stör-Signale)

Item Nº 1085

Die Eigendynamik der Digitalkamera ...

... beschäftigt Telepolis:

»Wer sich mit einer gezückten Kamera zeigt, wird, so unauffällig er sich geben mag, als bewaffnet angesehen. Fußgänger bleiben stehen und warten, bis er seine Arbeit beendet hat, Radfahrer ducken sich unter der Linse weg. Eine eigenartige Nervosität breitet sich im Umkreis des Fotografen aus, als sei jemand anwesend, der etwas belegen kann. Mit einem Wort: Kamera und Fotograf erzeugen im Handumdrehen Paranoia. Diese Paranoia drückt sich auch in dem misstrauischen, verwunderten oder ausgesprochen feindseligen Tonfall derer aus, die ihre Angst überwinden, und den Fotografen nach Motiv und Motivation fragen: Was da zu fotografieren sei? Welche Zeitung das drucken wolle? Was man eigentlich im Sinn habe mit diesen Blumenbildern aus einem privaten Vorgarten?«

Feindseligen Tonfall habe ich bisher noch nicht erlebt, aber man erregt eine Aufmerksamkeit an die man sich erst gewöhnen muß, anfangs fühlte ich mich unbehaglich mit der Kamera irgendwo zu stehen und angeguckt zu werden. Mit der Zeit stumpft man da aber ab und verliert jegliche Hemmungen. Je nach dem, wo man fotografieren möchte, muß man auch erst den im lokalen Kontext bestehenden "Respekt vor bestehenden Eigentumsverhältnissen", wie das eine Autorin im c`t-Sonderheft so schön ausdrückte, einschätzen.

Noch ein blumiges Zitat: »Worauf will die digitale Fotografie hinaus? Auf eine technologische Form der Telepathie. Das Ideal wären Bilder und Filme, von den Augen selbst aufgezeichnet und im Gehirn gespeichert, die ohne Umwege über externe Apparate in Echtzeit überallhin versendet werden können.«

Mehr: Telepolis

Item Nº 1084

Was ist ein Blog?

Diese Frage ist leicht zu beantworten, wenn man dem Perseus-Blogsurvey glauben darf: »Blogging is many things, yet the typical blog is written by a teenage girl who uses it twice a month to update her friends and classmates on happenings in her life.«

In dieser Untersuchung gibt es interessante Zahlen. Perseus hat die Blog-Dienste Blog-City, BlogSpot, Diaryland, LiveJournal, Pitas, TypePad, Weblogger und Xanga analysiert und dort 4,62 Millionen Blogs gefunden. 66% davon sind seit mehr als zwei Monaten nicht mehr aktualisiert worden, 1,09 Millionen Blogs überlebten ihren ersten Tag nicht. Das durchschnittliche aktive Blog wird nur alle 14 Tage aktualisiert, und 13.600 Blogs erlebten ein "Comeback" nach monatelanger Pause. Eine interessante Lektüre!

Der Haken an dieser Untersuchung: Es werden keine selbst "gehosteten" Blogs untersucht, und LiveJournal- und Diaryland-Blogs sind tendenziell mehr "klassische" Tagebücher als "klasssische" Blogs, man müsste also für eine intensivere Untersuchung erst einmal definieren was genau man eigentlich unter einem Blog versteht, das versäumt die Perseus-Studie leider.

Die großen "Tagebuch-Communities" im Untersuchungsgebiet erklären dann auch die Durchschnittswerte: Teenager hat eine Lebenskrise (oder das was Teenager dafür hält ;-)), schreibt sich im Diary den Frust von der Seele. Irgendwann ist aber alles wieder gut und es gibt keinen Grund mehr das Tagebuch zu füllen, andere Interessen drängen sich ins Leben. Also stirbt das Blog den langsamen Tod des "nicht mehr aktualisiert werden" ...

Mehr: Perseus-Untersuchung "The Blogging Iceberg"

(Via Heise)

Und noch ein trockener Kommentar aus dem Heise-Forum dazu: »Für mich sind Blogs in vielen Fällen ein Armutszeugnis für das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung in unserer Gesellschaft.«

Item Nº 1083

Dummschwatz der Woche

Nach langer Zeit ist es heute mal wieder Zeit einen "Dummschwatz der Woche" zu küren. And the winner is:

»Der Rechtsstaat ist ein Aktivum des Standortes Deutschland. Auf der anderen Seite habe ich schon den Eindruck, dass dieses Verfahren in hohem Maße auch ein politisches Verfahren ist, dass in diesem Verfahren die deutsche Neidgesellschaft ihren Ausdruck findet.«

(Roland Berger über das Gerichtsverfahren gegen Josef Ackermann und andere "Spitzenfunktionäre" im Zusammenhang mit der Übernahme Mannesmanns durch Vodafone, lt. Heise-Ticker)

Item Nº 1082

Zitat des Tages

»Es wird eine blutige Nacht. Ich werde ihn in den Langzeitschlaf schicken«

Boxweltmeister James Toney lt. Spiegel Online über seinen bevorstehenden Fight gegen "Box-Opi" Evander Holyfield, der heute Nacht sein was-weiß-ich-wievieltes Comeback im Ring gibt. Die Experten von boxingpress.de sind übrigens anderer Ansicht, sie setzen mit 7 zu 2 auf einen Sieg Holyfields. Ich selbst glaube auch dass Holyfield verlieren wird. Den Fight würde ich gerne sehen, aber da die beiden Herren ja nicht in das Vermarktungskartell von Universum und Sauerland mit ARD und ZDF eingebunden sind gibt es davon, zumindest im Free-TV, nix zu sehen ...

Item Nº 1081

Das Image der Linux-Benutzer ...

... ist nicht das allerbeste. Das Problem ist dass arrogante Besserwisser in der netz-öffentlichen Wahrnehmung einen prägenden Eindruck hinterlassen. Da lese ich z.B. gerade bei Urban Netizen: »[...] ihr seit[sic!] selbst schuld, ich werd IE in absehbarer Zeit hier verbieten, also besorgt euch einen vernuenftigen Client.« Das ist genau so unsäglich wie die Webseitenproduzenten die Seiten ins Netz stellen auf denen steht: "Um unser Angebot zu besuchen benötigen Sie IE6 mit aktiviertem Schwuppwuppdiwupp." Das zweite Gesicht des selben Januskopf. Warum kann man es nicht bleiben lassen anderen Leuten Vorschriften machen zu wollen?

Ich benutze Linux seit 94, genauso lange verfolge ich die "Szene" im Internet, arrogante Missionare wie der urbane Netzbürger treiben sich aber erst in den letzten zwei-drei Jahren gehäuft im Netz herum. Man muß schon ein ziemlich armer Wicht sein, wenn man meint aus seinem Betriebssystem und einem wie auch immer akkumulierten technischen Wissen eine Position "von oben herab" einnehmen zu können ...

Item Nº 1080

Das Einheitsgeschenk: Konvent für Deutschland

Hallo Zielgruppe! Dem deutschen Teil der Leserschaft wünsche ich einen fröhlichen Einheitstag verbracht zu haben, dem Rest einen fröhlichen Arbeitstag. ;-)

Wenn man sich während eines albtraumgeschwängerten Drogenrauschs die ultimative "Sabine-Christiansen-Dummbabbler-Talkrunde" zusammenfantasieren würde, käme genau das dabei heraus: Konvent für Deutschland. Heute, am deutschen Nationalfeiertag, wie Dieter Bohlen sagen würde, "supi-super-symbolisch", hat Ex-Bundespräsident Roman Herzog, von Hause aus schon immer einer der enervierendsten Schwätzer Deutschlands, den Konvent für Deutschland gegründet, und alle Laberköppe dieser Republik machen mit: Roland Berger, Hans-Olaf Henkel, der selbsternannte grüne Querdenker (warum ist eigentlich jeder Grüne der sich auf den Weg nach Rechts macht ein "Querdenker"?) Oswald Metzger, Otto Graf Lambsdorff, Peter Glotz und noch ein paar Gestalten dieses Kalibers. Motto der Unternehmung (Zitat):

»Heute sind Tempo und Umfang der Reformen zu langsam und zu wenig nachhaltig. Anhaltende hohe Arbeitslosigkeit, steigende Staatsverschuldung, sinkende Qualität der Bildung und immer schlechter funktionierende Sozialversicherungssysteme zeigen deutlich, dass Deutschland im internationalen Vergleich in vielen Bereichen zu spät reagiert und zurückfällt. Während man anderswo eigene politische Entscheidungsprozesse überprüft und den neuen Verhältnissen angepasst hat oder dabei ist, es zu tun, müssen die Verantwortlichen in unserem Land immer noch auf der Grundlage eines vor 55 Jahren zustande gekommenen Entscheidungssystems zurechtkommen, welches zudem noch durch fortschreitende Vermischung von Verantwortlichkeiten zwischen Gebietskörperschaften, Bundestag und Bundesrat immer weiter an Bewegungsfähigkeit eingebüßt hat. Zusätzlich hat eine wachsende Bürokratisierung in fast allen Lebensbereichen die direkte Beteiligung der Bürger an politischer Willensbildung eingeschränkt.«

Sie wollen also im Prinzip unser politisches System abschaffen. Das Beste daran: Die Krise die sie nun beklagen, haben die honorigen Polit- und Wirtschafts-Pensionäre (außer Metzger, der politische Frührentner, er hatte eh nie viel zu melden) in ihren besseren Zeiten selbst nach Kräften herbei geführt, oder, wie die Berliner Zeitung trocken bemerkt: »Man [braucht] keine Kommission, schon gar nicht eine der größten Kritiker der Elche, die früher selber welche waren.«

Man darf gespannt sein was uns diese weisen Leute schenken werden, aber schon in der Antike wusste man: "Was auch immer das sein mag, ich fürchte die Danaer, wenn sie Geschenke bringen." Andererseits (wenn man schon in antiken Metaphern versinkt) sollen die Herren sich lieber ihrer Danaidenarbeit widmen, bevor sie sonst irgendwo Schaden anrichten ...

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