das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - August 2002

Item Nº 218

Vergänglichkeit des Materiellen

[Kaputt :-(] Verehrte Zielgruppe,
neben "Projekte, Kunden, Leben, und all dieses Zeug" kommt als weiterer erschwerender Faktor hinzu dass gestern mein schon ein paar Tage mit krankheitsbedingten Zuckungen dahinvegetierender 17-Zoll-Monitor endgültig seinen Geist aufgegeben hat. Da ich selbstverständlich nicht meine wertvolle Arbeitszeit für das Füllen von das Netzbuch verwende gibt es neue tolle Sachen erst wenn ASAP ein neuer Monitor meinen Schreibtisch ziert.

Dabei gäbe es viel zu sagen, der glorreiche Auftritt von Herrn Innensenator Schill gestern im Bundestag wäre eine nähere Betrachtung wert, bei der Gelegenheit könnte man gleich die Leute übel beschimpfen die (a) so eine Gestalt wählen (schämt Euch und lasst Euch entmündigen) und (b) mit so einer Gestalt eine Koalition eingehen (Hallo, CDU, schämt Euch ebenfalls). Der einzige Abgeordnete der gestern im Bundestag dem "Richter Gnadenlos" Schill Applaus für seine Ausführungen gespendet hat war übrigens der CSU-Landesgruppenleiter Michael Glos ...

So, aber nun an die Arbeit ... ;-)

Item Nº 217

50 Jahre Casablanca

[Casablanca] Das Radio bildet: Heute vor 50 Jahren wurde der Kultfilm "Casablanca" erstmals aufgeführt (und Ingrid Bergmann hat Geburtstag). Eigentlich ja ein billiger Propagandaschinken gegen Hitler-Deutschland (man darf nicht vergessen dass der Film ja mitten im Krieg gedreht wurde und es 1942 alles andere als klar war wie dieser ausgehen würde), wurde er durch die herausragenden Darsteller Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann zum Inbegriff des romantischen Films ohne Happy End. Mehr zum Film gibt es z.B. bei filmsite.org.

Nie war Bogey cooler als in Casablanca, stundenlang habe ich vor dem Spiegel geübt so rauchen zu können wie Bogey ... ;-)

Item Nº 216

Gröni

"Im Bus der Zeit hast Du nur einen Stehplatz ..."

Eine Textzeile aus einem Song des neuen Grönemeyer-Albums "Mensch". Gestern abend und heute morgen gab es auf meinem bevorzugten Sender SWR3 allerlei Songs aus dem neuen Album zu hören, ich denke ihm ist da wirklich ein großer Wurf gelungen. Die gleichnamige Single "Mensch" ist schon jetzt die erfolgreichste Grönemeyer-Single aller Zeiten (ja, sogar erfolgreicher als "Männer"). Es sei ihm gegönnt, denn der arme Kerl wurde ja vom Schicksal wirklich heftig geschlagen.

Ich fürchte "Mensch" wird die erste Grönemeyer-CD meiner Sammlung werden, erhältlich ab 2.9. ...

Item Nº 215

Aus dem Netz

[Das Team des Komissar zischt sich einen ...] Da ich heute zu ernsthaftem Diskurs nicht fähig bin hier noch drei eher seltsame Links:

Die Cineastischen 4 präsentieren in ihrer Rubrik Deutschdümelei "Bemerkenswertes aus den Fundgruben des 70er Jahre Fernsehen", z.B. pedantisch genau über den Alkoholkonsum in der Fernsehserie "Der Komissar" (via ZEIT-Weblog).

Noch mal ZEIT: "Wo Wachsleichen überdauern, ist es immer angenehm kühl." Ein Besuch in der anatomischen Sammlung La Specola in Florenz, passenderweise in der Rubrik "Geniessen" ...

Auf der Website von RTL gibt es passend zum TV-Duell Kanzlerboxen (Vorsicht, Flash!), das Beste daran ist Renate Künast als leicht bekleidetes Nummerngirl ...

Item Nº 214

Psychogramm der Viren-Programmierer

Viren-Programmierer sind nach Ansicht von Graham Cluley, Senior Technology Consultant in einem Schuppen namens "Sophos" (was immer das auch ist) nicht kleine verkappte Genies die nicht hinwissen wohin mit ihrer Genialität sondern von Sex und Computerspielen besessene Typen, schreibt The Register. Denn sonst würden sie ihre Viren ja nicht "Anna Kournikowa" oder "J. Lo Bikini Screensaver.exe" nennen.
Vielleicht arbeiten sie aber auch nur zielgruppengerecht ....

Eine Schlußfolgerung Cluleys finde ich aber sehr gewagt: Er meint Frauen seien zu vernünftig um Viren zu programmieren ....

Item Nº 213

Roboter durchsucht Pyramide

Die futurezone ist besessen von Robotern, die neueste Geschichte: Roboter erforscht Cheops-Pyramide. Ein Miniaturroboter namens `Pyramid Rover` "wird sich 64 Meter entlang eines quadratischen Schachtes mit 20 cm Durchmesser bewegen. Dieser Schacht führt in einen von der Königinnenkammer abweichenden Gang, der an einer Blockierung endet, zu einem Stein mit kupfernen Griffen. [...] Archäologen vermuten, dass sich an dieser Stelle eine versteckte Kammer befindet. Der neue Roboter wurde vom obersten Gremium für Antiquitäten in Ägypten gemeinsam mit Forschern des Gizeh-Plateau-Kartierungsprojekts der Chicago University entwickelt" (ebd.).

Und das Beste: Das Ganze wird im Fernsehen zu sehen sein, im hierzulande wahrscheinlich eher schlecht zu empfangenden "National Geographic"-TV-Kanal.

Item Nº 212

Die Einsamkeit des Reisenden in der Nacht

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Item Nº 211

In eigener Sache

Diese Woche gibt es viele lästige Dinge (Projekte, Kunden, Leben, und all dieses Zeug), daher besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dass die Einträge ein wenig spärlicher werden. Aber nicht davon laufen! ;-)

Item Nº 210

Das Duell ...

... zwischen unser aller Lieblingskanzler Gerhard und dem bajuwarischen Möchtegern-Kanzler war wohl nicht so der Brüller (ich habe es nicht gesehen, ich saß im Zug). Da aber jeder, der wie ich seinen Luhmann in den Kopf geprügelt bekam, weiß dass auch nicht-Ereignisse in selbstreferentiellen Systemen zu Ereignissen werden ist die mediale Aufbereitung dieses nicht-Ereignisses allemal einen näheren Blick wert.

Da hätten wir zunächst einmal die Telepolis: "Da die Unentschiedenheit der Wähler nie größer war als heute, spricht alles dafür, den Begriff der öffentlichen Meinung einer fundamentalen Revision zu unterziehen. Es gibt jenseits der Medien keine Öffentlichkeit, die eine Meinung hat, sondern nur eine in mehrfacher Hinsicht zerstreute Gesellschaft, die mit schnell veränderlichen Prozentzahlen mehr schlecht als recht bemessen werden kann." Das könnte man auch böser formulieren: Da die WählerInnen eh keinen Durchblick haben ist rational nicht kalkulierbar was sie wohl wählen werden ...

Die taz hat den Sieger gekürt:
"Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto.
Ihr Zeitkonto ist überschritten.
Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. Zeitkonto. "

Und die taz zitiert Claus Leggewie: "Unser Problem ist: Wir haben noch ein zweites Duell, wir könnens schlecht absagen."

Die FR: "SPD und Union reklamieren Sieg." Wie war das noch mit der Wahrnehmung der Realität im selbstreferentiellen System?

Wunschdenken bei der Welt: " Stoibers Überraschungs-Erfolg macht SPD nervös." Und die FAZ: "Kein Sieger, kein Verlierer."

Freuen wir, das Wahlvolk, uns also auf das nächste Duell ...

Item Nº 209

Hamm`se gedient?

Die Bundeswehr sucht durch Einsatz zeitgemäßer elektronischer Kommunikation nach Nachwuchs: "Neben dem bereits vorhandenen virtuellen Rundgang durch eine Musterkaserne könnt ihr ab sofort auch in einem Feldlager der Bundeswehr auf Entdeckungstour gehen" (treff.bundeswehr - Eure Jugend-Site). Endlich mal etwas vernünftiges für die Jugend, und dazu noch einige
intellektuell fordernde Spiele. Solche Art der Werbung gefällt zwar nicht jedem, aber diese Zivilisten wissen halt nicht worauf es ankommt: Nämlich zu lernen wie man Hemden auf DIN A4 faltet, im Kollektiv zu lernen wie man zur Kantine geht (Rekruten dürfen so etwas niemals alleine, grundsätzlich nur im Gleichschritt und dann "Marsch-Marsch" als gäbe er in fünf Minuten nichts mehr).

Erst wer bei der Bundeswehr gelernt hat wie lange Tage ohne Sinn werden können wird zu einem richtigen Mann der auf die Frage "Hamm`se gedient?" mit einem kernigen "JAWOLL!" antworten kann ...

Item Nº 208

Auf zum Mars!

[Mars] Wenn das trotz Weltgipfel und Müll-Trennen nichts mehr wird mit unserer Erde müssen wir uns einen neuen Planeten suchen, z.B. den Mars. Da demnächst neue Missionen in Richtung Mars (zunächst einmal mit unbemannten Sonden) auf dem Programm stehen hat die NASA eine Mars Exploration Homepage ins Netz gestellt mit vielen Bildern, Karten und Gimmicks, wie z.B. Flash-Spielchen. Eine weitere Site der NASA beschäftigt sich mit der Suche nach geeigneten Landeplätzen für bemannte und unbemannte Raumschiffe von der Erde (Links via futurezone).

Item Nº 207

Weblog vom Gipfel in Johannesburg

[Offizielles Enblem des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung] Vom heute offiziell beginnenden Weltgipfel in Johannesburg berichtet auch ein eigenes Weblog: Daily Summit (via Scripting News). Eine tolle Site, sie zeigt welches Potenzial in der Weblog-Idee steckt.

Weitere Infos, als Nachtrag zu diesem Beitrag:
Das sowieso immer lesenswerte tazmag widmete sich diese Woche ganzheitlich dem Gipfel in Johannesburg, ein Highlight ist der Beitrag von Peter Unfried über Umweltbewusstsein im Alltag in Kalifornien, im Grunde beschreibt der sehr schön und exemplarisch das Dilemma in dem wir alle, die wir den "westlichen Lebensstil" leben, stecken in unserem moralischen Zwiespalt zwischen Umwelt, Bequemlichkeit, Bewusstsein und Konsum.

Da ja im Internet höchstens die Sprachbarriere zwischen uns und der Information steht, hier noch einige internationale Info-Sites zum Gipfel (gefunden im ZEIT-Weblog):

Der britische Guardian berichtet einmal grundsätzlich und einmal aktuell; eine warnende Stimme aus Indien: " I would also hope that if nothing else, the “unusual” and devastating weather this year — from scorching heat waves, to rains that never came — should wake up our politicians, who normally cannot see beyond their noses. They must understand that this is what the future holds. " Nicht nur in Deutschland gab es Fluten, die Welt wird heimgesucht dieses Jahr von Fluten, Stürmen, Dürre - ein Zeichen?

Item Nº 206

Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung

[Offizielles Enblem des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung] Vom 26.8. bis zum 4.9. findet in Johannesburg der "Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung" statt, die Nachfolgekonferenz des "legendären" Rio-Klimagipfels von 1992. Eine offizielle Website dazu gibt es auch: www.johannesburgsummit.org.

Wozu soll das gut sein? Na, um z.B. das hier spielerisch angerissene Problem anzugehen.

Was kann man der Website entnehmen? Natürlich allerlei offizielle Papiere, Entwürfe und Nachrichten; wie z.B. die dass das Rauchen beim Gipfel verboten ist.

Und noch mehr Lesestoff dazu:

Ein "Special" bei Spiegel, taz, SZ, und FR; Infos von der NGO Worldwatch Institute, von der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, die auch einen Newsletter anbietet der LeserIn während des Gipfels mit aktuellen Informationen versorgt.

Und was kommt dabei heraus? Wir werden sehen, aber da im Zweifel wirtschaftliche Interessen immer vor hehren Zielen kommen braucht man keine große Fantasie um voraus zu sehen dass das wenig konkretes sein wird, bei diesen Veranstaltungen hat man das Gefühl dass sie ein wenig Selbstzweck sind, nach den Motto: "Gut dass wir drüber gesprochen haben" ...

Item Nº 205

Houellebecq vs. Moslems

[Michel Houellebecq] Michel Houellebecq, meiner unmaßgeblichen Meinung nach der unterhaltsamste Schriftsteller der Gegenwart, wird von französischen Moslemorganisationen vor Gericht gezerrt weil er seine ureigene Meinung gegen den Islam gesagt hat, berichtet die BBC. Unter den Klägern sind so illustre Vertreter des freien Wortes wie die "Welt Islam Liga" aus Saudi-Arabien. Es geht um ein Interview zu seinem letzten Buch "Plattform" wo der Held der Geschichte sich einige "politisch unkorrekte" Gedanken zu palästinensischen Selbstmordattentätern im speziellen und den Islam im besonderen macht. Im Interview legte er noch einen drauf und bezeichnete den Koran als ein "deprimierendes Buch" und den Islam als die "dümmste Religion von allen".

So what? Sind nicht alle Religionen irgendwie dumm? Ist der Glaube an eine überirdische Wesenheit die alles "im Griff" hat nicht bestenfalls naiv zu nennen?

Der Prozess findet am 17. September statt, und natürlich hat das Netzbuch da ein Auge drauf.
Jeder hat die Freiheit zu glauben was er oder sie möchte, doch es muß legitim sein auch über Religionen seine eigene Meinung haben und diese auch sagen zu dürfen.

[Plattform Cover] Jetzt müsste ich eigentlich via Spiegel Online schreiben, doch die Damen und Herren Redakteure dort halten es nicht mal für notwendig ihre Quelle, nämlich den Artikel der BBC, auch mal explizit anzugeben. Schlechter Stil!

Wie man meinen Worten unschwer entnehmen kann bin ich absoluter Fan von Houellebecq, wer mal ein richtig unterhaltsames, poetisches und romantisches Buch lesen möchte dem sei "Plattform" ans Herz gelegt. Aber natürlich sind auch seine anderen Bücher extrem lesenswert!

Item Nº 204

Das Raten hat ein Ende ...

... denn das legendäre "Glücksrad" wird eingestellt. Damals, als es noch bei SAT1 kam und ich noch bei meinen Eltern wohnte, durfte ich diesen Höhepunkt deutscher Quizkultur öfter miterleben. Die Frankfurter Rundschau hat einen angemessenen Nachruf veröffentlicht, besonders der abgedruckte Dialog ist zum brüllen.

Kostprobe: "In einer Sendung war ein deutsches Sprichwort gesucht. Auf der Buchstabentafel stand folgende Kombination: `DER ZWE . . . EI . IGT DI . . ITT . L` Ein Kandidat, aus Berlin stammend, sagte: `Ick löse uff!` Und: `Det Sprichwort heißt: Der Zwerg reinigt die Kittel.`"

Aber schnell gucken, bei meiner Lieblingszeitung FR werden die Links jeden Tag neu durchgeschüttelt, was an dem alten, aber demnächst abzulösenden Redaktionssystem liegt, wie mir die Online-Redaktion letztens "mailte". Na denn ...

Item Nº 202

Es geht los!

Die Musik-Konzerne machen nun ernst: Wie das ZDNet berichtet hat die RIAA, der Lobbyverband der amerikanischen Plattenmultis, beim Staatsanwalt Klage eingereicht damit ein Provider die Daten eines Filesharing-Users rausrückt der hunderte von MP3s heruntergeladen haben soll.

Das kann ein gefährlicher Präzedenzfall werden, ergo wird die Sache im Auge behalten ...

Item Nº 203

Wenn jeder so leben würde wie ich ... Nachtrag

[Ökolgischer Fußabdruck, Schweizer Variante] Ein Nachtrag zum Thema "Ökologischer Fußabdruck":
andi hat in einem Kommentar den Hinweis auf die Schweizer Variante des "Erden-Verbrauchs-Quiz" gegeben: www.footprint.ch (Vorsicht, Flash!). Aber nett gemacht ist es, einer der sehenswerteren Flash-Filme im WWW. Die Schweizer Version hat einige Fragen mehr und dabei komme ich auf 2,4 Erden im Vergleich zu 4 Erden beim BBC-Test.

Das ist ja mehr oder weniger Spielerei, aber wenn es ein wenig nachdenklich macht beim Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten Erde dann haben diese Spielereien ja ihren Sinn erfüllt ...

Item Nº 200

Wenn jeder so leben würde wie ich ...

[Ergebnis Disposable Planet-Quiz]
... dann bräuchten wir vier Erden um die dafür notwendigen Resourcen aufbringen zu können.

Bei der BBC gibt es eine Art "Quiz" was Deinen sogenannten "Ökologischen Fußabdruck" ermittelt. Dieser wurde von einem amerikanischen "Think-Tank" namens Redefining Progess entwickelt und versucht zu ermitteln wie hoch der Verbrauch ökologischer Resourcen in unserem westlichen Lebensstil ist (via Metafilter).

Bei mir schlagen wohl die durchschnittlich 800km "unterwegs" pro Woche ordentlich auf das Ergebnis.

Item Nº 201

Jagdzeit?

In den USA möchte der Generalstaatsanwalt die Jagd auf Filesharing-Nutzer eröffnen, schreibt die futurezone. Denn, so der zuständige Abteilungsleiter für Copyright- und Computer-Kriminalität beim Generalstaatsanwalt, John Malcolm: "Es muss öffentlich deutlich gemacht werden, dass Diebstahl Diebstahl und nichts anderes als Diebstahl ist."

Die Musik-Multis haben politische Verbündete unter den amerikanischen Kongreß-Abgeordneten (vgl. Haftstrafen für Filesharer gefordert).

Demnächst werden die Kiddies in den USA also in Handschellen aus dem Kinderzimmer abgeführt. Die Idee eines groß angelegten Konsumentenboykotts gegen die Musikindustrie gefällt mir immer besser je intensiver ich mich mit der ganzen Materie beschäftige. Nur, wie stellt man so etwas an in einer Medienlandschaft wo Presse und elektronische Medien mit den Musik-Multis verbandelt sind?

Den Multis ist nicht so ganz klar dass sie ihre Zielgruppe vergraulen ....

Item Nº 199

Sommertag 2002 - 2

[Sommertag 2002-2]

Da das Wetter ja langsam schlechter wird ein Bild für die Ewigkeit als Erinnerung an bessere Zeiten. Die Szenerie ist identisch mit dem Bild hier, aber das sieht doch schon ganz anders aus. Nicht dass jemand denkt im Badischen gäbe es nur graue Tage ... ;-)

Item Nº 198

Dies und das ...

Noch ein paar "Quickies":

Da Weblogger ja "Möchtegern-Journalisten" sind könnten die Journalistenlinks durchaus mal sinnvoll sein (via Web-Stalker).

Japanische Forscher wollen ein Mammut klonen (via Slashdot).

Und: Palm hat gelogen, nämlich bezüglich der Farbtiefe des Bildschirm im M130. Deshalb habe ich ja auch einen mit Graustufen ...

Item Nº 197

25 Jahre Voyager

[Voyager 1] Am 20. August 1977 ist Voyager 2 ins All aufgebrochen, Voyager 1 folgte am 5. September 77. Und was damals keiner für möglich hielt, die beiden Raumsonden funktionieren noch immer. Voyager 1 ist nun das von der Erde am weitesten entfernteste von Menschenhand gebaute Objekt und schickt sich nun an unser Sonnensystem zu verlassen und dabei die geheimnisvolle Grenze des Einflußbereichs der Sonne, die Heliopause, zu durchbrechen (das kann man sehr schön bei der NASA nachlesen). Wenn sie das überlebt bricht sie auf in die Unendlichkeit, und wenn kein Unfall passiert wird sie bis ans Ende aller Zeiten einsam durch den Weltraum wandern, im lautlosen kalten Dunkel der Ewigkeit ...

Falls Voyager doch jemanden begegnet ist eine goldene Scheibe samt Abspielnadel an Bord, die Schallplatte enthält Grüße in 55 Sprachen, Klänge der Erde und ein bißchen Musik.

Aufmerksame Zuschauer von Star Trek I wissen ja was mit der Sonde passieren wird ;-)

Item Nº 196

Lewis der Fotograf

[Abbilidung: Lewis] Das da links ist nicht etwa ein zum Kunstwerk modifizierter Feuerlöscher, sondern die Zukunft der Fotografie: Lewis

Lewis ist eine Entwicklung des Computer Science Department der Universität St. Lewis. Lewis kann sich selbstständig in einem Raum bewegen, Menschen anvisieren, Gesichter erkennen und diese fotografieren. Er ist mit Rädern zur Fortbewegung ausgestattet und navigiert sich mit Sonar-, Infrarot- und Stoßsensoren durch die Gegend. Und, zum Erstaunen der Forscher, verhalten sich Menschen weniger gehemmt wenn Lewis fotografiert als wenn ein Mensch rumläuft und Fotos macht (gefunden in der futurezone).

Stückchen für Stückchen machen wir uns selbst überflüssig ...

Und weil es irgendwie dazu passt, noch etwas aus der futurezone: Geflügelter Roboter lernt das Fliegen. Wissenschaftler der Technischen Universität in Göteborg haben einen geflügelten Roboter entwickelt, der es binnen weniger Stunden geschafft hat, sich selbst das Fliegen zu lehren ...

Und wenn die beiden Institute es schaffen zusammen zu arbeiten, was kommt dann?

Genau, ein geflügelter Roboter der rumfliegt und dabei Fotos macht... ;-)

Item Nº 195

Blogs in der Presse

Heute ist ein ergiebiger Blog-Tag, einen haben wir noch ;-)

Der Schockwellenreiter und Alyssa regen sich zu Recht über einen vulgärpsychologisierenden Artikel einer Provinzpostille aus "Hessisch-Sibirien" auf. Falsche Links und Psychologenunfug über "Gesprächssuchende in der Lebenskrise" prägen dieses armselige Machwerk.
Und nun lädt die "Oberhessische Presse" ihre LeserInnen ein auch ein Online-Tagebuch zu führen, aber: "Beiträge mit gesetzeswidrigen, diskriminierenden oder pornografischen Inhalten sowie zum Thema Bundestagswahlkampf werden ebenso wenig berücksichtigt wie anonyme Zuschriften. [...] Die Redaktion behält sich vor, die ausgewählten Texte zu kürzen" (ebd.)

Genau das macht ja das WWW aus, dass jemand anders ausgewählte Texte kürzt ...

Item Nº 194

Musikmultis und Internet

Das ist doch einmal eine gute Meldung: " Information Wave Technologies has announced it will actively deny the Recording Industry Association of America (RIAA) from accessing the contents of its network. Earlier this year, the RIAA announced its new plan to access computers without owner`s consent for the sake of protecting its assets. Information Wave believes this policy puts its customers at risk of unintentional damage, corporate espionage, and invasion of privacy to say the least" (via Metafilter).

Die RIAA hatte vor gegen die sogenannten "Musikpiraten" im Internet mit "Hacker-Methoden" vorzugehen, sogar unter "Anfeuerungsrufen" eines Teil der amerikanischen Politik (vgl. Telepolis-Artikel dazu).

Hoffen wir mal dass noch mehr Internet-Provider Rückgrat beweisen, auch und vor allem bei dieser Geschichte in der die RIAA verlangt dass Internet-Provider bestimmte Websites abklemmen sollen.

Die Musikmultis setzen ihre eigenen Interessen über alles andere, eigentlich ist Raubkopieren in diesem Zusammenhang ja fast schon ein demokratischer Akt, eine symbolhafte Handlung dass es nicht sein kann dass die ganze Welt nur ökonomisches Umfeld, dass nach ihrer Pfeife zu tanzen hat, für eine mächtige Industrie ist.

Item Nº 193

Die Jugend von heute ...

Wer wie ich öfter mit der Deutschen Bahn unterwegs ist ahnt böse böse Dinge wenn es um die Zukunft und unsere Jugend geht. Alle Jahre wieder erscheint die Shell-Jugendstudie und findet heraus dass es so schlimm doch nicht werden wird (via Telepolis). Wenn man sich die Langfassung der Pressemeldung einmal anschaut (insbesondere die Einteilung in "selbstbewusste Macher", "pragmatische Idealisten", "zögerliche Unauffällige" und "robuste Materialisten") dann stellt man fest dass die Debatten in Sachen "Bildung" und die zunehmende "Ökonomisierung der Lebenswelt" der letzten Jahre wohl Wirkung gezeigt haben: Die lieben Kleinen, besonders die "robusten Materialisten", wollen zu Macht und Reichtum, notfalls mit Ellebogen.
Da die "Ellebogenbenutzer" in der medialen Realität als Helden gelten (es sein denn sie lügen in ihren Bilanzen) ist diese wohl auf fruchtbaren Boden gefallen.
Und: "Die Mentalität der Jugendlichen hat sich insgesamt von einer eher gesellschaftskritischen Gruppe in Richtung der gesellschaftlichen Mitte verschoben."
Man könnte auch sagen: Wir haben eine Jugend voller stromlinienförmiger angepasster Materialisten herangezogen, wenn man nicht mal mehr in jungen Jahren rebellisch ist kann das für die Gesellschaft nur schlecht sein ...

Item Nº 192

Godzilla, Davezilla, rallezilla und Konsorten

Ist das Godzilla?


Ist das Godzilla?

Ein Nachtrag zu dieser Geschichte:
Den ultimative Augentest für die Anwälte der Godzilla-Rechteinhaber findet man hier. Und wenn man ihn einmal ausgefüllt hat dann ist das Ergebnis (es sein denn man ist Anwalt von Toho Co. Ltd.):
pic
Is it GODZILLA?
brought to you by Quizilla

(Gefunden bei mk:log)

Item Nº 191

Handy-Verbotszonen

In Wired zu lesen: In New York wird erwogen bestimmte "Locations" wie Theater, Galerien und Museen zur "Handy-Verbots-Zone" zu erklären, Zuwiederhandlungen sollen mit 50$ bestraft werden (via Slashdot).
So etwas schafft Arbeitsplätze für "Handy-Spitzel" die nach eingeschalteten Telefonen suchen, ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die "Ich-AGs" nach verbotenen Telefonaten fahnden und das Säckel aufhalten ...

Item Nº 190

"Gute" Ideen für unsere Sicherheit ...

... kann man in Telepolis und Spiegel Online lesen. Vielleicht werden wir demnächst nicht nur gentechnisch katalogisiert und erfasst sondern auch noch unsere Gedanken durchgescannt, alles selbstverständlich im Interesse von Freiheit und Sicherheit.

Nur dass es dann keine Freiheit mehr gibt die man verteidigen müsste fällt keinem auf ...

Item Nº 189

Popkomm-Nachtrag

Noch einmal Popkomm: futurezone
präsentiert die Milchmädchenrechnungen: "177 Millionen verkaufte CDs stehen angeblich 182 Millionen illegalen Kopien im Vorjahr gegenüber", und: "Derzeit könne man nicht einmal gegen Computerzeitschriften vorgehen, die über die Möglichkeiten des Knackens oder Umgehens von Kopierschutzmaßnahmen berichteten, wurde auf der Messe beklagt." Traurig, nicht? Das fehlte noch dass die Musik-Multis auch noch die Presse zensieren.

Item Nº 188

Weblog-Artikel

Ein Artikel über Weblogs ist Living in the Blog-osphere, eine schlechte Parodie eines Weblogs ist A Blog About Writing About Blogs in der selben Publikation.

Item Nº 187

Popkomm und Musikindustrie

Anläßlich der gerade in einer Kleinstadt südlich von Düsseldorf stattfindenden Musikmesse Popkomm geistert wieder das Gejammer der Unterhaltungs-Industrie-Multis über fallende Umsätze wegen der bösen bösen raubkopierenden Internet-User durch die Gazetten. Dabei liegt das wohl eher an der Tendenz zur Produktion stromlinienförmiger seelenloser Musik, dargeboten von feschen Jungs und Mädels mit durchtrainierten Bäuchen und knapper Oberbekleidung, vgl. dazu auch die Telepolis-Glosse "Es geht um Leidenschaft!", die ja trotz ihres humoristischen Gewands einen wahren Kern hat.

Daneben treiben die Bemühungen der Industrie die CDs mit Kopierschutzmechanismen unbenutzbar zu machen auch den letzten ehrlichen Käufer in Richtung P2P-Download.

Ein aktuelles Beispiel:

Ich bin stolzer Besitzer eines Sony Edel-Minidiscrecorders der über ein optisches Digitalkabel synchron vom entsprechend ausgestatteten CD-Player gefüttert wird, was die Sache sehr erleichtert da die Grenzen der Stücke übernommen werden und der Rekorder die Aufnahme stoppt wenn das Lied zu Ende ist, man braucht also nicht wie ein Schießhund aufzupassen während des Aufnehmens.

Diese Woche habe ich die aktuelle Grönemeyer-Single "Mensch" erworben und wollte sie auf eine in stundenlanger Arbeit zusammengestellte Minidisc kopieren, und was macht das blöde kopiergeschützte Alu-Scheibchen? Es zerlegt dieses Lied in 253 einzelne Stücke auf der Minisdisc, so dass ich nun vor der Alternative stehe die ganze Disc zu löschen oder 253 mal 4 Tasten zu drücken. Dreimal dürft Ihr raten wo ich mir eine Single das nächste mal besorgen werde wenn auf dem Etikett etwas von Kopierschutz zu lesen ist ...

Auch von den diversen Kaffeesatzlesern, ich meine Marktanalysten bekommen die Multis lt. eines Artikels bei Heise äußerst schlechte Noten. Der Weg zur Einschränkung im Gebrauch, euphemistisch "Digital Rights Management" genannt, ist eine Sackgasse mit der sich die Musikmultis ihr eigenes Grab schaufeln. Man soll als Konsument gefälligst teure High-End-Geräte mit tollen Features kaufen, und (wie im Falle Sonys z.B.) die gleichen Hersteller verunmöglichen dann mit ihren selbstherrlichen Kopierschutz-Kreuzzügen den Gebrauch selbiger. So geht es nicht, ich denke die Musik-Multis werden erst klug wenn sie die geballte Macht des Verbraucher an ihren Umsätzen spüren ...

Wie man unschwer lesen kann kann ich mich über dieses Thema fürchterlich aufregen, da nun das Wochenende vor der Tür steht rege ich mich wieder ab und wünsche allen LeserInnen ein wunderschönes selbiges, nicht ohne zu bemerken dass es "neuen Netzbuch-Stoff" erst wieder ab Montag geben wird ...

Item Nº 186

10 Tipps für das Schreiben im "lebendigen" Web ...

[Der Autor, beim Denken, mit dem Werkzeug unter dem Arm ...] ... gibt es heute bei A list apart zu bewundern (via Couchblog), also etwas web-philosophisches zum Wochenende. ;-)
Das "lebendige Web" ist nach der Definition des Daypop-Menschen Dan Chan der Teil des Webs der sich ständig (täglich, stündlich, minütlich) ändert, also Tagebücher, Newssites und eben auch Weblogs.

Wenn man mal den bei Amerikanern so beliebten Pathos des Textes weg lässt bleiben einige interessante Aspekte übrig.

Bspw. der dass man sich immer vor Augen halten soll dass man öffentlich schreibt, Deine Mutter könnte z.b. demnächst entdecken was Du im Weblog von Dir gibst, daher: "To be honest with the world, you may need to be honest with your mother; if you cannot face your mother, perhaps you are not ready to write for the world" (ebd.). Seltsam finde ich den Tipp 4, "Make good friends". Da meint der Autor (Mark Bernstein) man solle warten bis das Idol von dem man gelinkt werden möchte demnächst auf einer Tagung in der Nachbarschaft erscheint und ihn oder sie dann einladen. Also ich weiß nicht ...

Gut ist auch Tipp Nummer 8: "Be Sexy! [...] Undressing, literally, figuratively, or emotionally, has always been a powerful force in personal sites and web logs" (ebd.). Da muß ich widersprechen, man muß Grenzen ziehen, ich möchte jedenfalls nicht mich selbst über eine bestimmte Grenze hinaus im Web präsentieren. Der Grat zwischen "Vertrautheit mit seinen LeserInnen schaffen" und "extrem peinlicher Seelenstriptease" ist sehr schmal, man findet in deutschen Tagebüchern und Weblogs überaus peinliche Beispiele dafür wo der Grat definitiv überschritten wurde, das muß nicht sein. Jeder kann z.B. wissen dass Oasis für mich Götter sind, aber ich würde hier garantiert nicht hinschreiben wenn es Zoff mit der LAG gäbe, genau da verläuft m.E. die Grenze.

Tipp 10 ("Relax") sollte sich so manche(r) zu Gemüte führen dessen Weblog/Tagebuch seitenweise mit Tiraden über die Schlechtigkeit der Welt respektive der anderen Weblogger gefüllt ist ...

Fazit: Ein lesenswerter Text, sollte sich jede(r) der oder die das Web vollschreibt mal in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen und ein wenig drüber nachdenken ...

Item Nº 185

Don`t Save Karyn!

Die Antwort auf diese Sache steht nun auch im Netz: dontsavekaryn.com.
"Our names are Bob and Ben. We`re really nice, and we`re asking for your help!
You see, there`s this other website run by this chick who has no concept of `fiscal responsibility`, and wants you to pay for her bills! And people actually give her money! Lots of it! [...] Don`t Save Karyn dot com! We too are Internet panhandlers, but unlike Karyn and the guy who comes up to you on the street about how his car broke down and he has no money for gas, we make no pretenses...if you give us money, in the true spirit of Karyn, we are going to waste it all on stupid stuff!"

Item Nº 184

Hören statt gucken ...

[Der Webplayer spielt das Netzbuch ...]

... kann man mit dem Webplayer. Man übergibt dem Webplayer eine URL und er lädt sie aus dem Netz und setzt sie in Töne um (via wannabegirl). Das Progrämmchen ist übrigens ein Macromedia Flash-Film.

Das Netzbuch klingt irgendwie harmonisch und "sphärisch", wie ich halt so bin ... ;-)

Item Nº 183

Japanisches Filmmonster attackiert harmlosen Blogger!

Immer wieder diese überflüssigen Namensrecht-Windmühlengefechte:

The Register berichtet dass das Blog Davezilla von einer Firma namens Toho Ltd. ins Visier genommen wurde die die Rechte an dem C-Movie-Filmmonster "Godzilla" hält. Unter anderem argumentieren sie damit dass Davezilla die Besucher im Zweifel lässt wg. seines "reptilienhaften Charakters". Und das Beste, Toho meint tatsächlich die Besucher von Davezilla könnten annehmen bei seinem Logo handele es sich um um das Filmmonster:

[Logo: Davezilla, not really looking like Godzilla]


Godzilla sah zwar schon ziemlich seltsam aus, aber Davezillas Tierchen wirkt auf mich eher wie Goofy. Und The Register fragt sich wann die Bewahrer des einzig wahren Trash-Film-Monsters sich wohl die Mozilla-Website vornehmen werden?

Fragt sich der Chronist, Rallzilla, natürlich auch ...

Item Nº 182

Hochwasser-Blog

Stephans Notizblog ist (unfreiwillig, logischerweise) ein "Hochwasserblog" geworden und berichtet aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Österreich.

Item Nº 181

20 Jahre CDs

Die futurezone des ORF macht auf ein Jubiläum aufmerksam: 20 Jahre Compact Disk!
Neben der technischen Historie wird auch das "Geheimnis" gelüftet warum eine CD 12cm Durchmesser hat und nicht 11,5: Beethovens 9.Symphonie musste nämlich drauf passen, daher die etwas "schräge" Laufzeit von 74 Minuten. Und genau vor 10 Jahren, 1992, wurde die CD-ROM (Read Only Memory) als Datenträger eingeführt.

Für mich persönlich begann das CD-Zeitalter 1987, mit:

[Cover: Celtic Frost 1987]
CELTIC FROST Into the Pandemonium


Und 15 Jahre und einige CDs später, die letzte (Stand: 14.8.2002), Dienstag erworben:
[Cover: Silverchair 2002]
SILVERCHAIR Diorama


Und was bringt die Zukunft? Der Wahn der Musikindustrie das saubere technische Konzept und die universelle technische Nutzbarkeit mit idiotischen Kopierschutzmechanismen einzuschränken (irgendwann wollen sie einem auch noch vorschreiben um wie viel Uhr man die CD hören darf) lässt nichts Gutes erahnen ....

Nachtrag: Ich bin auch daneben, von 1982 bis 2002 sind es natürlich 20 Jahre und keine 10 wie es bisher in der Überschrift und im Text stand ....

Item Nº 180

Sind die USA das Rom unserer Zeit?

[Bildzitat von Telepolis, Quelle siehe Text.] Einen sehr interessanten Artikel hat Telepolis im Angebot:

"Einst führten alle Wege nach Rom; heute führen diese nach Washington. Das haben unlängst alle Regierungschefs der restlichen Welt in den Tagen nach dem Angriff auf die Twin Towers und das Pentagon erfahren. Wochenlang mussten sie, der eine oder andere vielleicht mit "klammheimlicher Freude" über den Anschlag im Herzen, zum Command & Control nach Washington reisen. Nachdem sie dem Präsidenten vor den Augen der Weltöffentlichkeit ihr herzlichstes Beileid ausgedrückt hatten, nahmen sie danach im Oval Office, und zwar unter Ausschluss derselben, ihre weiteren Befehle in Empfang."

Eine interessante Analyse der gegenwärtigen Situation in der eine Nation auf dem Rachefeldzug der Welt ihren Stempel aufdrückt, lesenswert!

Item Nº 179

Der Weblog-Märtyrer spricht!

Der Journalist aus Texas der wg. seiner Meinungsäußerungen auf seiner Website (vgl. diese Meldung vom Freitag) gefeuert wurde, Steve Olafson, hat dem Register ein Interview gegeben. Außerdem präsentierte The Reg einen Link zum Google-Cache dieser Seite. Wenn man das so liest kommt man zu dem Schluß dass Olafsons Chef wohl andere Gründe hatte ihn zu feuern, denn diese Website hat wohl auch wenn man Intimkenner der texanischen Provinz ist nicht das Zeug zu einem virtuellen Skandalblatt ....

Item Nº 178

Schlaue Leute ...

... arbeiten bei der Polizei, und um die technologische Kompetenz der Nachrichtenagentur-Schreiberlinge wieder einmal exemplarisch zu dokumentieren muß folgende afp-Meldung wie schon in der futurezone ungekürzt zitiert werden:

"Seit vergangenem Sonntag sind Holly und Jessica aus dem englischen Soham bei Cambrigde nun schon verschwunden.
Am Wochenende durchstöberten die Ermittler die Daten, die sie in Hollys Computer fanden. Dort gebe es eine Fülle von Informationen, die auf mögliche Spuren im Internet hinwiesen, sagte ein Polizeisprecher in Soham.
Die zehnjährige Holly und ihre gleichaltrige Freundin Jessica verschickten demnach kurz vor ihrem Verschwinden E-Mails und besuchten Internetseiten. Pädophile könnten sich in einem Chatroom als Jugendliche ausgegeben und ein Treffen vorgeschlagen haben."

Unbestätigten Meldungen zufolgen schrieben sie auch Briefe und schauten TV ...

Das was man nicht kennt (zumindest Agenturschreiberlinge und Polizisten), nämlich das große böse Internet, ist im Zweifelsfalle immer eine gute Option für "schuldig". Denn schon die Al-Kaida-Attentäter haben das Internet zum kommunizieren benutzt (oh schauder, böses Medium) ...

Item Nº 177

Kein Geld? Mach` ne Website auf ...

Eine Geschichte wie so wohl nur das Internet schreibt hat Spiegel Online entdeckt:

Eine junge Dame namens Karyn verschlug der Job und das Leben nach New York. Dort lässt es sich trefflich shoppen, wovon unsere Heldin auch weidlich Gebrauch machte. Unglücklicherweise wurde sie just arbeitslos als ihr Konto einen Stand von minus 20 221,40 Dollar. Was nun?
Karyn ist schlau, sie eröffnete unter der URL savekaryn.com/ eine Website mit den Worten: "My name is Karyn, I`m really nice, and I`m asking for your help! You see, I have this huge credit card debt and I need $20,000 to pay it off. So if you have an extra buck or two, please send it my way!" Tja, und im Gegensatz zum "Hasse man nen Euro" in der Fußgnängerzone funktioniert das, denn es ist bei savekaryn zu lesen: "TOTAL MONEY RECEIVED FROM NICE PEOPLE TO DATE: $4,105.84".

Und das ganz ohne Ausziehen vor der Webcam oder ähnliche internetübliche Aktivitäten zur Einnahmensteigerung ...

Item Nº 176

Sommertag 2002

[Ein Sommertag 2002]

Das ist nicht etwa ein apokalyptisches Endzeitszenario, sondern ein typischer Sommertag 2002, aufgenommen gestern in der Umgebung von Baden-Baden.

Aber man hat ja schon Glück wenn man nicht von einer Schlammlawine, Hochwasserwelle oder einem reissenden Bach der durch die Regenfälle breit wie der Amazonas geworden ist hinweggespült wird ...


Da ich mir vor einigen Wochen eine Digitalkamera gegönnt habe und seitdem eigentlich kaum mehr ohne herum laufe gibt es in Zukunft in der neuen Rubrik "MomentAufnahme" Zeugnisse meines fotografischen Dilettantismus ;-)

Item Nº 175

Netz-Splitter

In aller Kürze einige Fundstücke:

Steve Olafson, Journalist beim Houston Chronicle, wurde gefeuert weil er in seinem Weblog unter einem Pseudonym über lokale Größen abgelästert hat, berichtet irgendein Konkurrenzblatt namens Houston Press (via Scripting News). So kann`s gehen, passt also auf worüber Ihr so schreibt ;-)

Spiegel Online berichtet über das UMTS-Milliardengrab: "[..] Vodafone verschiebt den Start, weil die Endgeräte offenbar noch nicht alltagstauglich sind."

Und meine Lieblingsmusikanten Oasis hatten einen Autounfall in Indianapolis, der einigermaßen glimpflich abgelaufen ist, berichtet laut.de, also "stop crying your heart out" ...

Der Guillotinen-Smiley stammt von Plauder-Smileys, gefunden bei krit.

Item Nº 174

Dieb beglückt sein Opfer!

Eine interessante Geschichte aus dem Vereinigten Königreich: Jacqueline Boanson aus Cheltenham wurde ihre Kreditkarte gestohlen, der Dieb hatte nichts besseres zu tun als damit zum Pferderennen zocken zu gehen - und zu gewinnen, sie hatte anschließend £291.40 mehr auf dem Konto, berichtet in allen Details (wie z.B. die Summe auf zwei Nachkommastellen genau) die Times aus London (gefunden bei den wie immer sehr aufmerksamen Girls and Boys von The Register). 12 Monate auf Bewährung gab es für den zockenden Dieb ...

Item Nº 173

Kriegerische Zeiten ...

... erkennt man an den Themen im öffentlichen Diskurs. Heute morgen gibt es zwei interessante Artikel bei Telepolis:

Der Krieg der USA gegen den Irak wird schon geübt: Mit einem großen teuren Kriegsspiel übt die US-Army den Schlag gegen den Irak.

Müssen die Geld haben, führen Krieg in Afghanistan und verpulvern Unsummen für alberne Sandkastenspiele. Aber für so etwas ist immer Geld vorhanden ...

Und dann noch das: US-Kampfpiloten auf Speed. "Für ihre Einsätze nehmen die Piloten Amphetamine, bei der Rückkehr Sedativa."

Item Nº 172

Achtung! SIE kommen!

Wer? Na, die "Geißel der Informationsgesellschaft", die "PR-Spezialisten". SIE haben Blogs entdeckt und geben ihrer Klientel Tipps für den Umgang mit den egomanischen Exzentrikern die ein Weblog führen, damit man unauffällig seinen Kunden unterbringen kann (via Blogroots).

Ich bin übrigens der Ansicht dass ein Weblogger der sich Themen von PR-Leuten aufschwätzen lässt seine Glaubwürdigkeit komplett eingebüsst hat ...

Item Nº 171

Blogstreet

Und bevor es zurück an die Arbeit geht noch eine Entdeckung bei Scripting News:

Blogstreet analysiert die "Blog Neighborhood": "Given a blog URL, the neighbourhood analyser gives the related blogs based on its blogroll, using what we have called the Commoner method: take the most common blogs from all the friends blogrolls and give out a most common list of blogs, in addition to myblog friends, as related. That is if a blog appears among the highest number of times in all friendblog`s blogrolls then it is treated as related."

Interessant. Aber was mir das hier nun wirklich sagt und wo diese Daten her kommen verstehe ich nicht so ganz ...

Item Nº 169

War Blogging

Ein interessantes amerikanisches Weblog ist War Blogging:
"Welcome to War Blogging, a new watchdog on the Web. War Blogging is designed to provide you with a bird`s eye view of the perpetual, 1984 style war we`ve found ourselves in. War Blogging covers the progress of the war and the progress of our civil liberties here on the Home Front."

War Blogging dokumentiert den "Bellizismus" der sich in der amerikanischen Weblog-Szene ausbreitet und präsentiert Links auf Einträge die geeignet erscheinen sämtliche Vorurteile die man als "Alt-Linker" gegen die USA und den Mainstream ihrer Einwohner hat zu bestätigen, bspw. die haarsträubenden Äußerungen von Nick Denton der einen Krieg gegen den Irak alleine schon deshalb befürwortet damit den "mittelalterlichen Arabern" die Überlegenheit der westlichen (in Dentons Sichtweise wohl "amerikanischen") Lebensweise vor Augen geführt wird: "[...] let Arab people realize that liberal democracy isn`t just a soft western indulgence, but the most effective form of social organization on this planet, and it is their future, if they want a future" (ebd.). Instapundit stimmt begeistert zu, alleine schon deshalb weil er es für notwendig hält die arabische Welt zu demütigen, denn der Rest der Welt würde sich ja auch immer freuen wenn die USA gedemütigt werden. Schein tief zu sitzen, das Trauma des 11.Septembers. Aber es gibt ja auch andere Stimmen, auch die findet man bei War Blogging.

Was mir generell an der amerikanischen Weblog-Szene auffällt ist die Ernsthaftigkeit mit der Themen "gebloggt" und diskutiert werden und dass man trotz teilweise erheblicher Differenzen in der Sache dabei fair und sachlich bleibt (auch in den mehr "tagebuchartigen Blogs") ...

Item Nº 170

Krieg gegen den Irak?

Alles scheint auf einen Krieg gegen den Irak hinaus zu laufen. Man fragt sich: Warum gerade jetzt? Wahrscheinlich möchte Georg W. Bush die Schmach seines Vaters auswetzen damals nicht Saddam Hussein gestürzt zu haben, und, wie der britische Observer schreibt: "Analysts in Washington are also fast coming to the view that Bush will announce his decision to go to war in good time to allow the Republican candidates for the mid-term elections in November to campaign wrapped in the flag of war."

Und wir, die Deutschen? Die Haltung der Union scheint unklar, auch wenn Wolfgang Schäuble eine Beteiligung laut taz nicht ausschließen möchte. Die SPD lehnt einen Feldzug gegen Saddam Husseins Irak auch mit Mandat der UNO ab, schreibt die taz. Und ich denke bei den Grünen wäre mit einer rot-grünen Zustimmung zu einem solchen militärischen Abenteuer das Ende der Fahnenstange erreicht.

Ich bin gespannt was daraus wird, die Zeichen stehen auf Krieg, die Bush-Administration möchte die "11.September-Situation" ausnutzen um alte Rechnungen zu begleichen, das ist infam und hier sollte die von Schröder proklamierte "unbedingte Solidarität" mit den USA ihre klaren Grenzen haben, auch unter Freunden müssen klare Worte gesprochen werden wenn der große Freund dabei ist einen gigantischen Fehler zu machen ...

Item Nº 168

Bastelstündchen - Nachtrag

Was ich hier vergessen habe zu erwähnen: Die neue dynamische Linkliste ist inspiriert von einer ähnlichen Errungenschaft im Pepilog, nur die verblassenden Farben habe ich weggelassen. Ich bin dort ganz blaß, kein Wunder, hat Pepino ja auch meine alte URL in der Liste ;-)

Item Nº 167

Eine seltsame Form der Werbung ...

Werbung in Australien ... hat sich Vodafone in Australien ausgedacht (berichtet die futurezone):
"In der zweiten Hälfte des Spiels zwischen Neuseeland und Australien stürmten zwei Flitzer aufs Feld, mit nichts außer gepinselten Vodafone-Logos auf dem Leib. Die beiden nackten Werbeträger umkreisten einen neuseeländischen Spieler, als dieser einen Penalty-Kick vorbereitete. Das Spiel wurde daraufhin unterbrochen.
Nachdem die Männer von den Securitys vom Platz gebracht wurden, vergab der Spieler seinen Freistoß" (ebd.).

Rein ethisch gesehen ist das nur mäßig schockierend, aber den armen Kerl so zu verunsichern dass er seinen Penalty-Kick vergeigt gehört brutalstmöglichst bestraft!

Item Nº 166

CoolTool: Blogtree

Eine tolle Sache: Blogtree.
Stepan Riha hatte die Idee eines Stammbaums der Weblogszene. Jeder Blogger trägt sich dort in die Datenbank ein und gibt an welche anderen Weblogs ihn oder sie dazu animiert haben selbst so etwas zu eröffnen, und aus der Querverknüpfung der Daten kann man schauen welche "Eltern" ein Blog hat, welche "Geschwister" (also Blogs mit gleichen Vorbildern) und welche "Kinder" (Blogs die einen selbst zum Vorbild genommen haben) (gefunden bei Blogroots).
Natürlich musste ich mich auch eintragen. So ganz genau kann man natürlich nicht sagen "hey, der hat mich zum Bloggen gebracht", aber als ich vor einigen Monaten durch Zufall auf die Webloggerei aufmerksam wurde waren es der Schockwellenreiter, WorldWideKlein und das Kollektiv-Blog von Metafilter die den meisten Eindruck auf mich gemacht haben, von Stil, Themenwahl und Aufmachung her. Natürlich bringt es nichts andere Sites zu kopieren, man muß sich vom "Vorbild" lösen und einen eigenen Stil suchen. Da ich früher bei CompuServe in den ZDNet-Foren "Pl@net", "Netpro" und "Famcom" ähnliches gemacht habe (es hieß halt nicht Blog) fiel es mir nicht schwer auch nach fast drei Jahren Pause (was solche Dinge angeht) wieder drauflos zu schreiben, und ich muß zugeben dass es ordentlich Spaß macht an seiner Site rumzubasteln und das WWW mit Zeugs voll zu schreiben ... ;-)

Item Nº 165

Fundstücke

Ernsthaftes gab es auch heute im Internet zu entdecken!

[bitterlemons,org]
Bitterlemons.org: Eine ganz besondere Website, Beiträge zum Nahostkonflikt aus israelischer und palestinänsischer Sicht, auf einer Website die von einem Israeli und einem Palestinänser gemeinsam betrieben wird:
"Bitterlemons.org is a website that presents Israeli and Palestinian viewpoints on prominent issues of concern. It focuses on the Palestinian-Israeli conflict and peace process, but other, related regional issues are also discussed. It is produced, edited and partially written by Ghassan Khatib, a Palestinian, and Yossi Alpher, an Israeli. Its goal is to contribute to mutual understanding through the open exchange of ideas. It aspires to impact the way Palestinians, Israelis and others worldwide think about regional issues" (gefunden bei Neat News Stuff On The Net).

Interessant für alle Newbies und "Noch-nicht-Nerds": The Living Internet. Links und kurze Einführungen zur Funktionsweise des Internets und der Internet-Dienste sind hier zu finden. Informativ (via Mosaikum)!
In dem Zusammenhang fällt mir noch eine andere Sache ein (um mal mit dem bei NeueinsteigerInnen verbreiteten Vorurteil aufzuräumen das Internet wäre "brandneu"): "A Little History of the World Wide Web" und "The Roads and Crossroads of Internet History".
"Ey, ralle, gibbet sowat auch in deutsch?" Ja klar, "Die Geschichte des Internets". Seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, grottenhäßlich und eine erbärmliche Navigation, aber inhaltlich sehr interessant!

Amüsant: Heather Cochran berichtet in Salon.com über abgelaufene Domain-Names und spekuliert munter über die Geschichten dahinter (via Slashdot).

Und Mosaikum hat ein Interview mit dem Google-Mastermind Sergej Brin entdeckt.

Das wöchentliche Pflichtprogramm: Hal Fabers WWWW diese Woche u.a. über die "Banalität der Raffgier" ...

Item Nº 164

Seltsames am Sonntag

"Internet`s friendly reminder that life is slipping away...":

[Deathclock]

Das findet Ihr bei Deathclock. Ihr gebt Euer Geburtsdatum und ein paar weitere Infos ein und schon wisst Ihr Bescheid. ;-)
Es geht doch nichts über Informationen die rechtzeitig vorliegen ...
Und nicht vergessen, unbedingt das Dead Letter Office lesen!

Und nun ein Bilderrätsel: Was ist an diesem Bild falsch?
Whats wrong with this picture?

Nichts für Leute mit schwachen Nerven und angegriffenem Herz-Kreislauf-System, ich habe Euch gewarnt, ich bin für nichts verantwortlich!

Item Nº 163

Bastelstündchen

Ich hatte endlich mal wieder etwas Zeit zum Skripte basteln, daher gibt es mal wieder etwas Neues im Netzbuch: Die Linkliste zu anderen Weblogs, die sogenannte "Blogroll", wird nun dynamisch aus einer von mir angelegten Liste bei blo.gs zusammen gebaut. Da dort nicht jedes Weblog was ich lese erreichbar ist werden selbige aus einer Datenbank ausgelesen und am Ende mit Hinweis dargestellt. Pingen ist wichtig, Damen und Herren, denn nur so lassen sich möglichst viele Dinge automatisieren!

Außerdem habe ich nun die Trackback-Funktion (vgl dazu meinen Eintrag hier) von Daniel Fiene in meine pMachine eingebaut. Das war nicht so einfach, da man in die Templates nicht einfach so ein PHP-Include reinhauen kann musste ich Daniels Skript ein wenig umschreiben und in einen Funktionsaufruf umwandeln und die Originalfunktion der pMachine zur Ausgabe der Einträge modifizieren und eine zusätzlich Template-Variable für das Trackback einbauen. Was aber nichts macht, für die Anzeige der Datums-Überschriften für jeden Tag habe ich Ricks Original eh schon verbastelt. Aber nun sollte es funktionieren, was wir nun mal ordentlich testen werden.

Ein herzlicher Dank geht an Daniel für das Skript! :-)

Item Nº 162

Freiherr von Gravenreuth

Noch ein Nachtrag zur Meldung von Gestern: Gravenreuth Abmahnungen FAQ - für alle die ihn noch nicht kennen (gefunden bei krit).

Item Nº 161

eBay und das Deep Penetration Marketing

Wieder mal eine gute Story bei The Register: Ein Herr wollte Werbeplatz auf seinem besten Stück versteigern, eBay hat das Stunden später gleich unterbunden, The Register hat aber noch einen Auszug aus dem Originaltext auf der Website.
The Register findet das schade: "It`s a poor show, it must be said. After all, it`s hardly Nazi memorabilia they`re punting here. On the contrary, this must be seen as a lost opportunity to send our own Reg vulture logo where no logo has gone before. Indeed, we had already rustled up a £1,000 bid to ensure that the mighty Reg was present at the first - and second - coming of the new age of deep-penetration marketing. The cash is still sitting in an envelope at Vulture Central. We are open to offers."

Also, wenn jemand Interesse hat ... (zuerst entdeckt von WorldWideKlein)

Item Nº 160

Fundstücke

Und hier mal wieder einige Fundstücke aus der weiten Welt des Internets:

Saudi-Arabien ist stolz auf seine bestens funktionierende Internet-Zensur, und nennt die dafür zuständige Zensoren-Brigade euphemistisch "Internet Service Unit" (diese Site testet ob Ihr genug Zeichensätze installiert habt), via futurezone.

Eine Geschichte in Weblog-Form, eine Blognovel: Plan B.

Eine Fundgrube für alle die an den juristischen Implikationen des Internets interessiert sind: GrepLaw. Geeks. Laws. Everything in between. (gefunden bei The Register)

vmyths.com: "Learn about computer virus myths, hoaxes, urban legends, hysteria." (via Spiegel Online)

Grün wirkt! Und die Story des Tages: Der Freiherr von Gravenreuth, eine der meistgehassten Figuren des deutschsprachigen Internets, hat eine einstweilige Verfügung gegen die Grünen in Form von joschka.de erwirkt "wonach sie bei Meidung eines Ordnungsgeldes bis zu EUR 250.000,00 oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, zu vollziehen an dem Bundesvorstand der GRÜNEN, an der Versendung dieser E-Cards an mich nicht mehr mitwirken dürfen." Ordnungshaft! Ich sehe vor meinem geistigen Auge Fritz Kuhn und Claudia Roth im Gefängnis schmoren. Oder sie schicken Cem Özdemir, der hat jetzt eh Zeit genug ...
Einige Witzbolde haben dem Freiherrn E-Cards von joschka.de geschickt (eigentlich ja nett, oder?), was ihn wohl ordentlich genervt hat. Ein normaler Mensch trinkt ein Bier wenn ihn etwas nervt, Freiherr von Gravenreuth schreibt eine Abmahnung. So hat jeder seine ganz persönliche Form der Stressbewältigung (gefunden in Telepolis).

Und der Witz an der Sache: Das Versenden von E-Cards auf joschka.de funktioniert noch immer, habe ich gerade ausprobiert. Grün wirkt halt! Wohingegen bei stoiber.de eine ähnliche Funktion in bei Konservativen verbreiteter vorauseilender Unterwerfung abgeschaltet wurde (schreibt Telepolis). Schwarz wirkt halt nicht ...

Item Nº 159

Hallo Kollegen :-)

Mein Logfile dokumentiert reichlich Zugriffe aus dem GIC-Netz (für die Uneingeweihten: mein Arbeitgeber), liegt wohl am Rundschau-Artikel. Daher ein besonderer Gruß an die Kollegenschaft!

Item Nº 158

Deutschland im Miles and More-Wahn - eine Polemik

Vielflieger unter sich... Was sich im Moment im politischen Sommerloch abspielt ist "ohne Worte". Die Springer-Presse startet eine billige Kampagne gegen die rot-grüne Regierung (oder warum wurde bisher noch kein Unions- oder FDP-Politiker mit abstrusen "Miles & More"-Vorwürfen behelligt?) und alle machen mit. Der eigentliche Skandal ist dass die Daten der Politiker gesetzeswidrig an die Springer-Presse (Bild immer allen voran) weitergereicht wurden, so geht es ja wohl nicht!
Gysi nutzt die Gelegenheit und springt von seinem Ministersessel herunter auf den er sowieso keinen Bock hatte, auch eine ziemlich billige Geschichte.

Selbst wenn es so wäre dass Politiker ihre "Miles" für überwiegend private Zwecke benutzt haben: So what? Ein Politiker hat keine saubere Trennung zwischen Privat- und Politikerleben, man ist 24 Stunden im Dienst. Daher kann ich da keinen Skandal entdecken.

Hier wird auf billige Art und Weise eine Kampagne gegen die Bundesregierung gefahren, der grenzdebile Bild-Leser als solcher kann eh nicht differenzieren und denkt sich "boa ey, was für Raffzähne". Von daher ein cleverer Schachzug des konservativen Lagers.

Aber was sind denn ein paar Bonusmeilen gegen Koffer voller Geld aus dubiosen Quellen aus der Schweiz abholen wie es bei der CDU jahrelang üblich war? Und der Verdacht dass damit politische Entscheidungen der Regierung Kohl gekauft wurden wurde eher bekräftigt als entkräftet, das hat das tumbe Stimmvieh wohl schon vergessen oder gar nicht mitbekommen weil es nicht in der Bild zu lesen war ...

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